Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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2009

Durchquerung des Berner Oberlands

Eine altersgerechte Skitour! Unter diesem Motto fuhren wir, 7 begeisterte Skihochtourer, in die Schweiz um drei wunderbare Tage im Berner Oberland zu verbringen.
 
Tag 1 - Freitag 01.05.09
 
Nach Beratung durch einen Schweizer Bergführer fuhren wir am 01.05., statt  wie geplant am 30.04., nach Gutannen, da es in der zurückliegenden Woche 75 cm Neuschnee gab und somit die Lawinengefahr zu hoch war. Unser Vorstand Achim Rapp "kutschierte" unsere Gruppe sehr komfortabel und kommunikativ in seinem Bus zu unserem Zielort. Sein Freund Roland Künzli (arbeitet beim Stausee) fuhr mit uns zum Stausee Räterichsboden (1767m) am Grimselpass, da der Pass wegen des Neuschnees noch gesperrt war und ermöglichte uns so einen genüsslichen Einstieg. Hinzu war er so nett und brachte den Bus am Sonntag nach Rosenlaui, unserem Ziel. Wir waren sehr dankbar für diesen "Service". Die 650 hm  Aufstieg auf die Bächitalhütte (2328m) in der Mittagssonne waren sehr schweißtreibend. Dafür entschädigt wurden wir mit einer hervorragende Bewirtung durch Barbara Hess, der Hüttenwirtin. Die Hütte war erstklassig ausgestattet mit fließendem Wasser und Elektroheizung, das der Aufenthalt schon fast einem drei Sterne Hotel ähnelte.
 
Tag 2 - Samstag 02.05.09
 
Bei bewölktem Wetter stiegen wir am Samstag ca. 700 hm zur oberen Bächilücke (2746m) auf. Das Überqueren der Lücke wurde durch zwei Leitern sowie einer Kette auf der anderen Seite sehr vereinfacht. Auf der anderen Seite angekommen fuhren wir im Nebel und durch üblen Bruchharsch, aber bei lawinensichern Verhältnissen, in Spitzkehren ab zum Gauligletscher. Auf der Gaulihütte (2205m), die wir im Nebel etwas suchen mussten und nach einen knackig, technisch anspruchsvollen, Gegenanstieg (300 hm) erreichten. Die Hüttenwirtin begrüßte uns mit einem Wilkommenstee. Nachdem es den gesamten Samstag trüb und regnerisch war, waren wir sehr gespannt, ob sonntags tatsächlich der angekündigte strahlende Sonnenschein herrschen würde.
 
Tag 3 - Sonntag 03.05.09
 
Um 3.40 Uhr stand Thomas auf und  fand einen sternklaren Himmel vor! Das schöne Wetter beflügelte uns und wir kamen rasch voran. Am Abzweig Ränfenhorn (3259m) /Rosenhorn (3688m) fiel die Entscheidung bei den tollen Bedingungen für die anspruchsvollere Variante: Die Besteigung des Rosenhorns (3688m) mit dann insgesamt 1600 hm. Die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau, sowie auf die Nordflanken von Schreckhorn und Lauteraarhorn waren beeindruckend. Um 10.55 Uhr waren wir am "Wintergifel" des Rosenhorns angelangt. Vor uns lagen nun eine 2300 hm Abfahrt nach Rosenlaui (1345m). Im oberen Bereich überraschten uns die traumhaften Pulverhänge. Dann ging es durch die Eisbrüche des Rosenlauigletschers bei wunderbarem aufgesulztem Schnee. Gefolgt von einem Steilcouloir, das die meisten auf den Kanten abrutschten, erreichten wir die Ausklänge des Gletscher zügig. Gegen Schluss ging es noch über Steileisplatten, Felsen im Bereich der Gletscherzunge und durch Arvenwälder bis zum Ende der Rosenlauischlucht. Der letzte Teil war ein Salomlauf um Latschenkiefern auf Restschneebändern. Unser ältester, Hartmut, hat den Aufstieg super bewältigt, doch die Abfahrt war hart für ihn. Er bewältigte bravorös den alpinen Mehrkampf in der Abfahrt, die sich über fast 3 Stunden hinzog!
 
Nach einem gemütlichen Abschluss ging wieder einmal eine wunderschöne Skihochtour zu Ende, für die sich Achim, Ernst, Hartmund, Tobias, Steffen und Uwe recht herzlich bei ihrem Tourenplaner Thomas bedanken!
 
 
Thomas Fischer & Tobias de Jager
 

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