Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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2010

Und noch einmal: Klettern im Battert

   Zum Abschluss der Klettersaison ging es noch mal in    den  Battert.Diesmal stand "Vorsteigen"  auf dem   Programm und die drei Alpinis und ein Vater bewährten sich in verschiedenen Routen, die zum Teil auch selbst abgesichert werden mussten. Außerdem waren auch die Abseilstellen selbst einzurichten. Doch die Herausforderungen wurden bravourös gemeistert und so war es nochmals ein richtig schöner Tag im Battert.

 

 

Jugend II an den Hausener Zinnen

                                                  


 

Am Sonntag Früh, den 10.Oktober machte sich ein Teil der Jugend II auf ins Donautal. Genauer gesagt nach Hausen, wo wir an den imposanten Kalksteinwänden der Hausener Zinnen kletterten.

Nach recht kühlem Beginn löste sich der Hochnebel gegen Mittag auf und wir konnten bei Sonnenschein einen schönen Klettertag verbringen.

Die Jugendlichen mussten sich zuerst einmal an das Kalkgestein gewöhnen, da dies von der Haftung her ja doch eine andere Kletterei ist als zum Beispiel im Sandstein, Granit oder Porphyr. Vor allem in so abgespeckten Routen wie die Klassiker „Alte Hausener Wand“ oder „Freiburger Weg“ (Schweizer Käs). Dennoch wurden Routen vom 4. bis zum 8. Grad geklettert.                                                                                         
 

Diesen Tag verbrachten gemeinsam Ines, Jessica, Kathrin, Patrick und Oli

 

                                      


 

Ausfahrt ins Schlüchttal

Nördlich von Waldshut-Tiengen erstreckt sich das Naturschutzgebiet Schlüchttal, das für Natur- und Kletterfreunde eine Menge zu bieten hat. Die Felsen sind dort aus Gneis, Porphyr und Granit.

Am Samstag Morgen machten wir uns zunächst zu dritt auf den Weg, später am Abend sollten noch zwei weitere Kletterer hinzustoßen.

Gämsen

Am Hagenbuchenfels, der mit den Sektoren Stuhl, Lehne und Schemel auch Stuhlfels genannt wird, begannen wir uns an die Schlüchttalkletterei zu gewöhnen. Bereits der Zustieg über die Schlücht wurde zum Erlebnis, da sich einige ein paar Nasse Füße holten...

Am Stuhl konnten wir uns in den Routen Nüssliverschneidung, linke und rechte Kante, Heidi, und Ellbachriss bis in den unteren 6. Grad hocharbeiten.

Durch die Nähe der einzelnen Felsen konnten wir uns im Lauf des Nachmittag zu einem weiteren Fels aufmachen, nämlich dem Falkenstein. Da wir hier nicht den richtigen Zustieg finden konnten und noch dazu im Gras Massen von Zecken sich auf uns stürzten, kam dort keine so rechte Freude und wir gaben das Klettern an diesem Fels wieder auf.

Am Sonntag erwartete uns perfektes Wetter und mit der 60 Meter hohen Tannholzwand eine für den Scharzwald alpin anmutende Riesenwand. Die schlüchttaleigene Kletterei konnten wir in den Routen im oberen Teil der Wand, sowie am Spächtturm mit Routen wie Flatterkante, alte Spächtkante, Holzkeilriss oder Weg der Abendröte genießen.

Simon in der Tannholzerwand

Als krönenden Abschluss machten wir uns an die Durchsteigung der gesamten Tannholzwand in der Route Schermuus in drei Seillängen, wobei der Brückenschlag vom Sportklettern zum alpinen Klettern gemacht wurde. Hier kamen die Elemente Standplatzbau, Routenfindung und abschließend viermaliges Abseilen als gute Übung hinzu. Wie es der Zufall wollte verklemmte sich das Seil beim Abziehen an der vorletzten Abseilstelle und wir konnten auch noch die Auflösung dieser Situation als Übung einbauen.

 

Teilnehmer: Hanna Klenert, Oliver Rosenhahn, Rolf Eberhardt, Simon Bauer und Oliver Mohrlok

Vom Winde verweht

Früh morgens rief uns der Hohe Kasten zu einer wahren Bilderbuchwanderung. Doch Bernhards raffinierte Tourenpläne: Mit der Bergbahn hinauf und dann die lange Gratwanderung in vollen Zügen zu genießen, wußte der Alpstein zu durchkreuzen: "Infolge Sturm Bahn eingestellt." So erlebten Traudi und Bernhard auch noch etwas Neues: die klassische Kasten-Tour von hinten aufgezäumt: Sämtisersee - Bollenwees - Saxer Lücke und als höchster Punkt die Stauberenchanzeln. Der Weg lohnte mit tiefen Talblicken und weiter Rundschau. Eine erlebnisreiche Wanderung sicher geführt von Traudi und Bernhard.

Von unten und vom Grat sieht der Hohe Kasten allemal am beeindruckendsten aus.

 

Tiefblick ins Rheintal von oberhalb der Stauberenchanzeln.

 

Klettertouren in den Urner Alpen

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Vom 10. bis 12. September verbrachten wir 3 Tage im Bergseegebiet auf der Göscheneralp. Bekannt ist diese Region für schöne Klettertouren im Granit und als idealen Stützpunkt bot sich uns die Bergseehütte an.

Am Parkplatz überraschte uns eine vorbeifliegende Kuh am Haken eines Helis, die er gleich neben uns absetzte.

Die Hütte erreichten wir nach etwa eineinhalb stündigem Aufstieg vorbei an einer bunten Moorlandschaft und einigen Klettergärten. Nach kurzer Pause machten wir uns auf den Zustieg zum Südgrat (4c) am Bergseeschijen. Diese Route ist eine der bekanntesten im Gebiet und dementsprechend häufig überlaufen, doch an diesem Tag hatten wir Glück und konnten die 10 Seillängen alleine genießen. Einziger Wehrmutstropfen war die Sonne, die sich am ganzen Tag nicht durch den Nebel kämpfen konnte und die Aussicht ließ noch etwas zu wünschen übrig.

Am Samstag Morgen jedoch erwartete uns ein traumhafter Spätsommertag und durch unseren frühen Aufbruch gegen halb Sieben konnten wir eine herrliche Morgenstimmung am westlich gelegenen Dammagletscher erleben. Ziel des Tages war der Südgrat des Schijenstocks (4a), der sich markant über 9 Türme zum Gipfel zieht. Die Anforderungen lagen hierbei weniger im Bewältigen großer Kletterschwierigkeiten, sondern an der Länge des Grates. Der weitgehend hakenfreie Grat bot genügend Möglichkeiten um mit mobilen Sicherungsmitteln und Köpfelschlingen eine gute Absicherung zu schaffen. Nach kurzer Eingewöhnung wurde der Blick für die natürlichen Sicherungsmöglichkeiten immer besser und wir konnten zügig teils parallel klettern. Auch der Blick für den richtigen Routenverlauf wurde durch die bohrhakenfreie Absicherung geschult. Im Verlauf des Grates wurden 5 Abseilstellen durch Ablassen überwunden. Nach 6 stündiger Genusskletterei erreichte die erste der drei Zweierseilschaften den Gipfel und konnte die herrliche Aussicht auf die Schweizer Alpen genießen.

Der Abstieg führte nördlich über teils leicht angefrorene Firnstellen hinab in wegloses Blockgelände und nach dem Abseilen über 25 m in eine Scharte. Durch ein steiles Couloir mit viel losem Geröll mussten wir als Gruppe dicht beeinander bleiben, um nicht Gefahr zu laufen von Steinschlag getroffen zu werden.

Am Sonntag nahmen wir uns bei wiederum sonnigem Wetter den dritten Südgrat vor, nämlich auf den Hochschijen. Obwohl dieser von der Meereshöhe betrachtet der niedrigste Berg im Bergseegebiet ist, bot sich uns jedoch eine mehr als lohnende Klettertour an. Wir kombinierten hierbei die ersten beiden Seillängen aus Granitzauber (5b) mit den restlichen 11 Seillängen des Südgrats (4b). Ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit stellte sich ein, als unser Blick immer wieder nach links zum Bergseeschijen schweifte, an dem sich eine Perlenkette von Kletterern am Südgrat staute und wir eine nicht minder schöne Tour für uns allein hatten.

Nach 43 gekletterten Seillängen in den vergangenen 3 Tagen konnten wir zufrieden den Abstieg über die Bergseehütte zu unserem Ausgangspunkt am Göscheneralpsee antreten.

Teilnehmer: Bernhard und Traudi Gebert, Uwe und Tobias de Jager, Martell Günther, Oliver Mohrlok