Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Aktuelle Seite: Start Touren 2010

Jugend II/Schönes Wetter führt an den Battert

Das eigentliche Ziel für die Jugend II sollte die Kletterhalle Radolfzell sein,

doch wegen des wunderschönen Wetters, wollten alle in den Sonnenschein.

So gingen wir am Samstag (24.04.2010) morgens auf Tour,

vom schlechten Wetter zum Glück keine Spur.

Der Battert liegt in Baden-Baden,

wahrscheinlich habt ihr das schon längst erraten.

Drei Seilschaften bildeten wir dort,

und wollten so schnell nicht mehr fort.

Den Express-Flaschenzug von letzter Gruppenstunde hatten wir drauf,   

und trotzdem kamen alle ohne ihn hinauf.                                                                                 

Keiner fiel runter und das war gut,

und machte uns allen neuem Mut.

Große Auswahl an Schwierigkeitsgraden,

so bekam jeder seinen „Braten“.

Danach machten wir eine Pause

und gingen mit einem Lachen nach Hause.

So freuen wir uns auf das nächste Mal,

wieder in großer Zahl!

 

Mit dabei waren:

Oli D., Ines, Janna, Eva, Jessi, Mori, Laura und Mammut

Grundkurs Alpin im Schwarzwald

Mit 6 Teilnehmern startete der Theorieteil des Grundkurses Alpin am Freitagabend. Dabei wurden Themen wie das Planen einer Bergtour, die richtige Auswahl der Ausrüstung oder das Lesen einer Karte besprochen, aber auch ein paar Knoten geübt.

Am Samstag ging es dann zum praktischen Teil an den Karlsruher Grat. Dort wurde bei bestem Wetter das Gehen im weglosen und ausgesetztem Gelände angewandt, Ablassen und Abseilen geübt, die Benützung eines Geländerseils und der Aufstieg an einem Fixseil ausprobiert und noch viele weitere Themen angesprochen. Mit vielen neuen Erkenntnissen ging es am Spätnachmittag dann wieder Richtung Heimat.

 

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Tourenpech & Tourenglück

Aus Internetberichten erfuhren wir schon im Vorfeld, dass es rund um Zermatt diesen Winter wohl sehr wenig Schnee hat. Bei unserer Ankunft waren wir dann allerdings enttäuscht, dass es so wenig ist. Unser Vorhaben, den Walliser Grenzkamm (wir wollten vom Breithorn bis Nordend soviel mitnehmen wie eben geht) mit Skiern zu begehen begruben wir also und entschlossen uns, direkt zur Monte Rosa Hütte aufzusteigen um dann weiter über den Lisssattel zur Gnifetti Hütte zu gelangen, um von dort aus diverse Gipfel zu erklimmen.

                                                     

 Allerdings äußerte sich auf der Monte Rosa Hütte ein französischer Bergführer sehr skeptisch über dieses Vorhaben, da der Gletscher dorthin sehr viele offene Spalten aufweist. Gegen Abend änderte sich dann auch zunehmend das Wetter und aus einem herrlichen Sonnentag wurde ein windiger, trüber Abend mit Schneefall und wir schmissen wieder alles über den Haufen und nahmen uns als Ziel für den Folgetag die Dufourspitze vor. Bei unserem Aufbruch am Morgen waren die Bedingungen dann alles andere als optimal, denn bei sehr starkem Wind und Schneefall bewegten wir uns die meiste Zeit in einer ungemütlichen,

                                                     

trüben Suppe. Während dem anseilen im Gletscherbruch auf ca. 3500m beschlossen wir dann umzudrehen, was sich wohl als richtig erwies, denn von der nachfolgenden Seilschaft mit dem franz. Bergführer und seinen vier Kunden, stürzen nur wenige Minuten danach 3 Mann in eine Spalte, wovon der Seilschaftsletze fast 25m tief kopfüber in die Spalte viel und von der Bergrettung mit einem Kompressor aus dem Eis gespitzt werden musste. Nach kurzer Stärkung auf der Hütte fuhren wir dann um die 12km über den Gornergletscher und die Gornerschlucht ab nach Zermatt, wobei im mittleren Teil die Abfahrt durch die ausgespülte Eisrinne des Gletscherflusses mit seinen meterhohen Mauern optisch sehr imposant war. Da die folgenden Tage kein besseres Wetter versprachen und gar eine Kaltfront im Anmarsch war, kehrten wir ein wenig enttäuscht jedoch mit intensiven Eindrücken verschiedenster Art nach Hause zurück.

Ein paar Tage später entschlossen wir uns dann, eine Skitour zur Wildspitze zu machen und deren Gipfel über die Nordwand zu erklimmen. Bei wunderschönem Wetter stiegen wir von Vent im Ötztal auf zur Breslauer Hütte, wo wir den Winterraum, was eigentlich eine extra Winterhütte ist, ganz für uns alleine hatten. Was für ein Luxus ! Am folgenden Morgen gingen wir dann zeitig los.

                                 

Die Lawinenwarnstufe war mit 2 recht angenehm, trotzdem überraschte uns im Kessel des Mitterkarferners zweimal ein „Wumm-Geräusch“. Über das Mitterkarjoch, wo wir schon die Ski am Rucksack befestigten, zum Teil oberschenkeltief spuren und ein paar heikle, felsige Stellen passieren mussten, erreichten wir den Taschachferner. Hier verspekulierten wir uns nun ein wenig, da wir uns den längeren Weg um die Felsausläufer herum sparen wollten und den direkten Weg wählten. Wir stießen auf eine Flanke, welche anstatt mit Firn gefüllt aus Blankeis bestand. Diese abzusteigen erschien uns zu langwierig und aufwändig und wir beschlossen

 

                               

kurzerhand die Nordwestwand (max. 55°) zum Gipfel anzusteigen. Diese Wand ist wohl etwas kürzer als die Nordwand, aber zu klettern war es ganz interessant. Zum Teil fanden wir guten Trittfirn vor, der Rest war mit „Wassereis“ überzogen, worunter sich Luftkammern befanden, bevor wir auf solides Eis trafen. Wir erreichten den Gipfel glücklicherweise vor den Tourengängern, welche sich wie an der Perlenschnur aufgereiht von der Bergstation des Pitztaler Skigebiets Mittenberg aufmachten, den Gipfel der Wildspitze

zu stürmen. Bei dieser Variante, wo „nur“ 500 Hm zu bewältigen sind, ist es nicht verwunderlich, dass wir um die 70 ! Gipfelstürmer zählten. Nach einer Gipfelrast bei Kaiserwetter mit einer 360° Rundsicht ohne ein Wölkchen am Himmel stiegen wir den Südwestgrat (Normalweg) ab und querten zurück zu unserem Skidepot und machten uns an die lange Abfahrt nach Vent. Nach diesen zwei herrlichen Tagen waren wir richtig glücklich über das erlebte und fühlten uns mehr als entschädigt für das „Walliser Waterloo“


Tourengänger: Jochen & Oli

Skitour St. Antönien

Skitour nach St. Antönien 19.-21.02.2010

Bei wunderschönem Regenwetter verliesen 12 unverdrossene Skitourengeher Freudenstadt, um in die Graubündener Berge, genauer nach St. Antönien (1420 m), zu kommen.

Leider war kurz vor dem Zielort bei gefrorenem Schneematsch und Neuschnee ohne Schneeketten oder Allradantrieb nichts mehr machbar. So musste Bernhard (immerhin mit Ketten ausgerüstet) zweimal nach St. Antönien hochfahren. Dir nochmals besten Dank! Trotz der später Ankunft wurden wir von den Wirtsleuten des 300 Jahre alten Hotel Rhätia herzlich empfangen und konnten unser großzügiges 12-Betten "Touristenlager" beziehen.

Am Samstag wollten wir dann, bei leider zunehmender Lawinengefahr (erheblich), auf das Jägglisch Horn (2290 m). Das Wetter, besonders die schlechte Sicht, haben uns dann ca. 180 HM unterhalb des Gipfels abbrechen lassen.

Dafür wurden wir am Sonntag mit bestem Tourenwetter, herrlichem Schnee und einer Traumabfahrt belohnt. Wir sind vom Ort aus auf 2511 m aufgestiegen.Es ging hinauf genau auf die Grenze zu Österreich etwas nördlich des St-Antönien Jochs, einer berühmten Schmugglerstrecke nach Gargellen, um von hier nach Norden den Riedchopf (2552m) zu machen.

Bei einer Superfernsicht über Gargellen ins Silvretta Gebiet und darüber hinaus, war das „Gipfelglück“ bei ca. -10-12° und Wind um 50km/h leider etwas geschmälert. Die Abfahrt gestaltete sich als Powderglück über 800 Höhenmeter. Dafür Dir lieber Claus besten Dank für die hervorragende Planung und Ausführung.

Die Tourer:

Claus Lieb, 6x Gebert (Traudi, Ines, Bernhard, Patrick, Urs und Jens), Hanna, Eugen, Thomas, Markus, Uwe


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Jugend II/Schneeschuhtour Hornisgrinde

 Schneeschuhtour auf der Hornisgrinde

 


 

Nachdem wir im Januar in Stuttgart in der Halle zum klettern waren, führte uns unsere zweite Ausfahrt dieses Jahr am Sonntag, den 21.02. auf den mit 1164m höchsten Berg im Nordschwarzwald. Am Seibelseckle zogen wir mit Schneeschuhen an unseren Füßen los. Erst ein Stück entlang dem ausgeschilderten Schneeschuhtrack und dann auf dem Rücken, vorbei an der alten Kneippanlage zum Hochmoor. Oben angekommen hatte sich die Wolkendecke, welche den Gipfel umhüllte, leider nicht verzogen und wir standen sozusagen mitten im „Whiteout“. Die Orientierung war dann auch nicht ganz einfach. Ab dem Bismarck-Turm wurde es wieder ein wenig lichter und wir gingen weiter zum Ochsenstall, wo wir dann auch einkehrten.

Gut gestärkt gingen wir dann den selben Weg zurück bis zum Bismarck-Turm, von wo aus wir dann aber vorbei am Hornisgrinde-Turm über den Dreifürsten-Steig zum Mummelsee hinunter gingen. Nach einer Runde um den See konnten wir dann auf dem Parkplatz dem Geruch des frischen Holzofenbrotes nicht widerstehen und einige von uns mussten einfach einen Laib mit nach Hause nehmen. Zurück am Auto beim Seibelseck konnten wir dann doch trotz wenig Sonnenschein auf eine schöne Tour an diesem Sonntag zurück blicken.