Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

Textgrösse verändern Text vergrößern Textgrösse zurüsetzen Text verkleinern
Aktuelle Seite: Start Touren 2011

Skitouren um die Panossiere-Hütte

Skitouren um die Panossiere-Hütte 5.5. -8.5.2011
Am Mittwoch  fuhren wir abends noch Bourg-St. Pierre am Gr. St. Bernhard und nächtigten preiswert für 28 Sfr in der Auberge Petit Velan.  Am 5.5. starten wir um 8 Uhr bei Frost  in Fionnay 1490 m. Vor vier Wochen lag noch Schnee bis ins Tal. Jetzt mussten wir 3 Std. Die Ski tragen bis 2200 m, eine Stunde hatte ich ursprünglich eingeplant, doch der Winter war extrem schneearm. Die Teilnehmer schlugen sich wacker.  Wegen des Skitragens waren wir in der ersten Nacht nur zu acht auf der Hütte bei 108 Plätzen. Genau vor 30 Jahren war ich mit Olfert Dorka auf der Panossiere-Hütte gewesen. Die alte Hütte war von einer Lawine zerstört worden. Die neue Hütte ist 100 m  neben dem alten Standort.  Das Schmelzwasser war knapp.  Zum Zähneputzen und Waschen abends und morgens gab es 100- 200 ml Wasser im vorher gebrauchten Weinglas! Nachmittags übten wir neben der Hütte Spaltenbergung.
Am 6.5. starten wir um 7 Uhr als 5er Seilschaft über den Corbassiere-Gletscher. Nach 2 Stunden hatten wir die Sonne und die Abzweigung zum Tournelon Blanc 3707 m erreicht. Über einen im Mittel ca. 30 Grad steilen Hang nach 400 hm den Sattel.  Wir übten Spitzkehren in der Seilschaft. Den Gipfelhang erklommen wir mit Steigeisen. Die Aussicht auf Grand Combin, die Wallis Berge und das Mont Blanc waren grossartig ,  auf Französich ‚formidable‘- dieses Adjektiv charakterisiert das ganze Wochenende!  Die Abfahrt im Firn war ein Genuss. Im Schuss waren die 4 km zur Hütte schnell zurückgelegt.
Am 7.5. starten wir ein Stunde früher um 6 Uhr.  Nach gut 2 Stunden machten wir wieder in der Sonne auf dem Plateau Maison Blanches Pause.  Der Osthang war schnell aufgefirnt, bald sogar sulzig. Wegen des Gletscherrückgangs war der Aufstieg zum Col wesentlich länger und steiler wie vor 30 Jahren.  Zuerst bestiegen wir den Petit Combin 3672 m, wo kurz zuvor ein Helikopter gelandet war. Oliver Rosenhahn macht aus lauter Begeisterung ein Gipfelfoto im Kopfstand!  Beim Combin de Corbassierebe ließen wir es beim Vorgipfel. Der Grat war wegen der teilweise abgeschmolzenen Eiswand ausgesetzter und steiler wie früher, nicht destotrotz imposant.  Für mich erfreulich war, dass meine Kondition in den 30 Jahren besser und nicht schlechter geworden ist.
Am 8.5. starteten wir  einer akzeptablen Heimkehrzeit wegen  um 5.45 zu unserer Überraschung  bei Bewölkung.  Im Expresstempo ging es über den Corbassiere-Gletscher, da wir ihn schon  kannten ohne Seil, und den Hang hinauf zum Col du Tournelon Blanc 3538m. Oben grauplte es.  Auf harter Schneedecke ging es in eleganten Schwüngen den Hang hinunter und in schneller Schussfahrt waren wir nach 30 min 10.30 Uhr wieder an der Hütte.  Beim Abstieg nach Fionnay partizipierten wir an Joachims profunden botanischen Kenntnissen, wie Alpenmilchstern und Milzkraut. Wir staunten wie vielfältig die Bergflora kurz nach der Schneeschmelz blüht. In den 3 Tagen hatten die Büsche deutlich ausgetrieben.  Es bot sich ein schöner Ausblick auf das im Talboden liegende Fionnay. Wir genossen das erfrischende Bad  im Bach Mauvosin und das Bier und den Kaffee auf der Terrasse des Grand Combin Hotels. Auf der Rückfahrt sagte ich:‘ Nichts bewegt uns komfortabler als Joachims E-Klasse. Am Kaiserstuhl erreichte die Temperaturanzeige 29 Grad!
Zu Ostern hatte ich einen Bildband von Ulrich Hagemayer über den Jakobsweg  von Ostfildern nach Santiago de Compostela bekommen:  2300 km in 3 Monaten.  Um sich wie ein Pilger eins und verbunden zu fühlen mit der Schöpfung und dem Schöpfer reicht auch ein verlängertes Wochenende in der Schweiz!


Teilnehmer: Joachim Exner, Thomas Fischer, Steffen Lots, Oliver Rosenhahn, Eugen Ruf

Der letzte Mohikaner, Via Sabine und der Irisweg

Die Kletterrouten mit (Frauen)- Namen hatten es dieses mal in sich! An einem tollen Frühjahrstag führte uns fünf, Thomas Häcker, Ruth Dörschel, Thomas Forbriger, Andreas Heim und Ingrid Valtinke am Palmsonntag an den Stuhlfels bei Hausen im Donautal. Mit dabei waren zum Wandern und Radeln noch weitere vier Familienmitglieder. Toll war auch das Aufblühen der Felsvegetation zu bewundern: Orchideen, Blaugras, Hungerblümchen und Bergwucherblume zum Beispiel. Nach einer kurzen Vorstellung der momentan aktuellsten DAV-Lehrmeinung zum Standplatzbau war natürlich das Klettern in Mehrseillängen zwischen 3er und 6er-Routen im Mittelpunkt.

Andreas Heim

<

Jugend I entert den Battert

Am 17.04.2011 war die Jugend I am Battert zum Klettern unterwegs. Nach ein paar Einstiegsrouten bei schönstem Wetter, ging es dann nach der Mittagspause an die etwas schwierigeren Routen.

Am Bockgrat lernten die Jugendlichen und auch die Jugendleiter die tiefen Schluchten und Abhänge kennen. Gegen Abend hieß es wieder Rucksäcke packen und den Battert mit einer erschöpften aber glücklichen Gruppe verlassen.

Mit dabei waren Steffen, Christian, Urs, Kacper, Ines, Simon und Michael. 

Grundkurs Klettern (AB)

Am Freitag, den 8. April fand der Theorieteil des Kletterkurses statt. Eine Gruppe von 10 Teilnehmern hatte sich hierzu im Alpintreff in Freudenstadt eingefunden. Behandelt wurden hier die Grundlagen des Felskletterns, u. a. Ausrüstung, Knoten, Sicherungstechnik und Seilkommandos.

Am darauffolgenden Wochenende ging es dann bei bestem Wetter hinaus an den Fels, in das Klettergebiet Battert bei Baden-Baden, um die Therie mit Praxis zu ergänzen.

Am Samstag wurde ein Schwerpunkt auf die Anwendung der Sicherungstechnik gelegt. Den Teilnehmern wurde das Fehlerpotential und die Notwendigkeit des Partnerchecks ausführlich vermittelt. Hierbei konnten die Sicherungsmethode mit Halbmastwurf- und Tube geübt werden.

Weiter nahm die Anwendung des Abseilens einen wichtigen Platz ein. Die Gruppe konnte sich beim Abseilen langsam vom geneigten Gehgelände, bis hin zum senkrechten Fels herantasten.

Als aufbauende sicherungstechnische Maßnahmen gab es eine Einführung in die Verwendung mobiler Sicherungsmittel, die am Battert vor allem in einfachen Anfängerrouten im Vorstieg obligatorisch sind.

Neben der wichtigen Sicherungstechnik wurden auch grundlegende Klettertechniken geübt, wie das richtige Treten und Greifen, sowie die Bedeutung des Körperschwerpunkts.

Am Sonntag erwartete die Gruppe einen Betreuer-Zuwachs. Jeweils ein ausgebildeter und erfahrener Kletterer ermöglichte einem bis zwei Kursteilnehmern, in einfachen Routen den Ablauf beim Klettern in einer Seilschaft zu üben. Einige besonders mutige Kursteilnehmer wagten sogar den „Schritt“ vom Fotografiertürmchen hinüber zum Massiv des Blockgrats, der selbst im Nachstieg ein gutes Stück Überwindung kostet.

Kursteilnehmer: Angela, Carolin, Désiré, Doris, Jürgen, Lars, Michael, Nina, Oliver R., Verena

Kursbetreuer: Bernhard und Traudi Gebert, Oliver Mohrlok

zusätzliche Betreuer am Sonntag: Uwe de Jager, Hanna Klenert