Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

Textgrösse verändern Text vergrößern Textgrösse zurüsetzen Text verkleinern
Aktuelle Seite: Start Touren 2011

Die Alpinis waren am Battert

Am 20. März trafen wir uns um 9.30 Uhr am Alpintreff.
Als wir am Battert-Parkplatz ankamen, merkten wir, dass es etwas kühl war, jedoch schien die Sonne und wir hatten einen schönen blauen Himmel, so war es doch ganz schön.
Oben am Predigtstuhl legten wir unsere Seile und Rucksäcke ab. Dann teilten wir die Seilschaften oder Gruppen ein. Wir kletterten und seilten uns ab, zwischendurch machten wir auch mal Pause um  zu essen und  zu trinken.
Am späten Nachmittag packten wir unsere Rucksäcke wieder zusammen und liefen wieder zu den Autos. Nun war ein schöner Tag am Battert zu Ende.

Dabei waren:
Traudi, Jens, Urs, Ines, Bernhard, Johanna mit Eltern, Luca, Lena, Paula, Ronja mit Mama, Marco, Philipp, Samuel mit Papa, Domenik mit Mama, Stefanie mit Heiko und Hund und Sarah mit Papa.   

Skitour zum Rheinwaldhorn am 19./20.3.

Nach Neuschneefällen war die Lawinengefahrenstufe 3 erheblich.

Der Hüttenwirt der Länta-Hütte, Thomas Meier, sagte dass dort jedoch nur 2 cm Schnee gefallen seien und am Sonntag die Sonne schiene. Zu acht starteten wir aus Freudenstadt und trafen am Zerfreila-Stausee Martin und Dietmar aus Ludwigsburg. Im Nebel und Schneetreiben umrundeten wir den Zerfreilastausee und waren zu Kaffe um 16 Uhr auf der Hütte, gespannt ob die Wetterprognose für Sonntag zutreffen würde.

Der Himmel war am Sonntag tatsächlich wolkenlos. Wir starteten bei beginnender Dämmerung um 5.45 Uhr. Nach 3 km war die Gletscherzunge erreicht. Eine kurze Steilpassage musste zu Fuß überwunden werden.

 

Über der weiten Fläche des Länta-Gletschers wehte ein starker Wind, der sich bis zum Höhensturm steigerte, jedoch erfreulicherweise aufhörte als wir um 11 Uhr am Gipfel waren. Aufgrund seiner zentralen Lage im Alpenbogen und der klaren Wetterlage bot sich eine tolle Aussicht vom Wallis bis zu den

Bernina-Bergen.

Vom Gipfel konnten wir direkt mit Ski abfahren. Obwohl der Gipfelhang windverblasen war, war er gut fahrbar. Es kam Freunde am Tiefschneefahren auf. Das High-Light war die Abfahrt über einen Steilhang vom Gletscher auf den Talboden hinunter, den wir aus Sicherheitsgründen einzeln befuhren.

 

In zügiger Schussfahrt ging es zur Hütte, wo wir mit frischer Suppe und zünftiger ‚Quetschkommoden-Musik’ empfangen wurden und unsere Abfahrtspuren vom Gipfel betrachten konnten. Das Rheinwaldhorn ist ein Skiberg par exzellente mit einem längeren Hüttenanstieg, der das ganze zu einem exklusiven Erlebnis macht!

Friedrich Barth chauffierte uns mit seinem ‚Bussle’ wieder komfortabel nach Hause.

Teilnehmer: Friedrich Barth, Uwe de Jager, Thomas Fischer, Stefan Kastner, Steffen Lots, Dietmar Merz, Oliver Rosenhahn, Martin Schreiber, Jürgen Schweikle, Helmut Springmann

Pitztaler "Schmarrn"

 

Vergangenes Wochendende wollte ich eigentlich mit 3 Bekannten den Pitztaler Eisexpress machen. Dieser beinhaltet die Taschach-Eiswand sowie die Nordwände von Petersenspitze, Brochkogel und Wildspitze. Bei guten Bedingungen mit Trittfirn und Eis lassen sich diese Wände bei entsprechender Kondition sogar an einem Tag bewältigen.

Nach unserem Aufstieg am Freitag durch die Nacht erreichten wir gegen 23 Uhr das Taschachhaus und freuten uns auf den folgenden Tag. Nach kurzer Bettruhe gingen wir am Samstag Morgen um 6 Uhr leider nur zu dritt los Richtung Taschachwand. Der Hüttenwirt bestätigte uns Freitags noch, dass die Wände zu machen sind, jedoch sahen wir  schon von Weitem, dass bis auf ein kleines Eisfeld im oberen Teil nur Schnee in der Wand liegt. Mit den Tourenski erreichten wir den Wandfuß und sanken beim ausziehen der Ski auch gleich bis zum Knie in den Schnee. Also nichts mit Trittfirn. Nach den oberen 10 cm Pulverschnee brachen wir durch eine dünne Harschdecke noch tiefer ein, so dass ein Aufsteigen ohne Ski zu mühsam gewesen wäre. In der Hoffnung, weiter oben wird´s besser, sagten wir uns, dass wir mit Ski aufsteigen bis es nicht mehr geht. Dies war wohl der größte Schwachsinn, denn bis vor das kurze Blankeisfeld blieben die Verhätlnisse dieselben und wir fühlten uns wie Wühlmäuse, was natürlich auch an unseren Kräften zehrte.

              

Doch in der Hoffnung auf Besserung ist man irgendwann so weit oben, dass eine Umkehr auch keinen Sinn machen würde und ich fand mich in der Situation wieder, wo ich mich und mein Hobby verfluchte und nicht verstand, wie man freiwillig so einen Schmarrn machen kann. Mit ca. 70 Spitzkehren (dies reicht normal für 3 Winter) und 3/4 der Wand erreichten wir nun endlich das wenige Eis wo wir auf Steigeisen umsattelten. Wir gingen seilfrei und erreichten total geschafft den höchsten Punkt. Diese Schinderei brauchte natürlich seine Zeit, so dass wir auf weitere "Eiswände" gerne verzichteten und dafür in herrlichem Pulver über den Urkundsattel zur Hütte abfuhren. Hier machte sich dann noch ein Ski meines Kumpels selbständig, kam aber Gott sei Dank kurz vor dem Glertscherbruch zum stehen.

                                                                                       

 Nach einer weiteren Nacht im Winterhaus der Hütte machten wir uns dann Sonntag Früh auf ins Tal, wo wir in der Taschachschlucht an einem Eisfall noch unsere Eisgeräte und Frontzacken zum Einsatz bringen konnten, was uns am Ende dann doch noch entschädigte und wir trotz all der Schinderei im Ganzen auf ein schönes Wochenende zurückblicken können. 

                      

 

Schneeschuhtour auf die Schesaplana

In Brand im Brandnertal starteten wir unsere Tour. Zunächst ging es die im Winter als Rodelbahn verwendete Sommerstraße hinauf zur Talstation der Lünerseebahn. Netterweise konnten wir den Transportservice eines Gasthausbetreibers an der Straße nutzen, der uns zufällig auf dem Weg aufgabelte ;-)

Böser TrittLünerseeLünersee

Rechts der Talstation ging es nun mit Schneeschuhen hinauf zur Dammkrone des Lünersees. Im Aufstieg konnten wir schattenseitig einige zum Eisklettern einladenden Wasserrinnsale begutachten. Nach einer Steilstelle im oberen Teil des „Bösen Tritts“ erreichten wir den zugefrorenen Lünersee, den wir rechts halb umrundeten. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlinghaften Temperaturen stiegen wir nun die restlichen knapp 400 Höhenmeter hinfauf zur Totalphütte auf 2381 m. Zu unserer Überraschung waren wir an diesem Wochenende die einzigen Gäste im schön eingerichteten Winterraum.

Ausblick TotalphütteTotalphütte

Am folgenden Tag gegen halb sechs schnallten wir die Schneeschuhe an und stiegen links der Hütte den zugeschneiten Sommerweg auf. Bei teilweise starkem Ostwind gab es einige Triebschneeverwehungen, vor allem im Aufstieg zum Eingang der „Wanne“. Ein letztes Hinderniss stellte die Gratwechte im Ausstieg der Wanne dar, die jedoch in diesem Jahr durch die mäßige Schneesituation nicht allzu ausgeprägt war. Am 2965 m hohen Gipfel der Schesaplana konnten wir die grandiose Rundsicht auf die verschneiten Berge genießen.

SchesaplanaRundsicht SchesaplanaBöser Tritt

Im Abstieg hielten wir uns in großen Teilen an die Aufstiegsroute. Der Rückweg auf der Straße war unverhofft „A morz Gaudi“, da wir mit Schlitten die Rodelbahn hinunterflitzten.

Rolf Eberhardt und Olli Mohrlok

Skitour Tolbermannsspitze statt Wildstrubel

Wegen erheblicher Lawiengefahr und erneutem Schneefall musste die ursprünglich geplante Skitour zum Wildstrubel abgesagt werden.

Im Bregenzerwald war dagegen Lawinengefahrenstufe 2 und für Samstag sonniges Wetter angekündigt. Um sechs Uhr starten Oliver Rosenhahn, Walter Gauss und Thomas Fischer. An der Aral-Tankstelle in Kressbronn stieg Ernst Steffen aus Gutenstein im Donautal dazu. Der Stau vor dem Pfänder bremste uns etwas. Bis in 2 Jahren soll jedoch die zweite Tunnelröhre fertig sein.

Um 10 Uhr starteten wir am Ortsausgang von Schoppernau. Erstaunlicherweise hatte es selbst auf demTalboden auf 920 m noch 30 cm Schnee. In der Sonne mussten wir ganz ordentlich schwitzen. Nach einer ausgiebige nRrast vor der Gräsalm erklommen wir die Gipfelhänge. Es bot sich ein herrliche Aussicht zum Diedamskopf, dem Hohen Ifen und der Braunarl-Spitze. Wir hatten 360 Grad blauen Himmel. In der Abfahrt war der Schnee fahrbar aber schwer. Unser Neuling Oliver kam dabei an die Grenze, wobei er den Aufstieg super gemeistert hat. Zum Schluß mussten wir noch über einen Grashang abrutschen und eine Alpweg-Slalom meistern. Gemütlich ließen wir einen schönen Tourentag im 'Glaskasten' des Adlers in Au ausklingen. Um 19.20 setzte der Regen ein, den der Wetterbericht für 19 Uhr angekündigt hatte.