Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Jugend II in der Ostwand/Balingen

 Vergangenen Sonntag, den 27.02.`11 waren wir in der Kletterhalle "Ostwand" in Balingen. Zu sechst machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg und waren bei  unserer Ankunft erst einmal geschockt darüber, wie voll der Parkplatz und wie lang die Schlange vor der Kasse war. Jedoch verflüchtigten  sich unsere Befürchtungen als wir feststellten, dass die meisten Besucher in dem ebenfalls in der Halle befindlichen Indoor-Spielplatz verweilten. In der Kletterhalle selbst war es dann angenehm ruhig, so dass wir viele Routen an sämtlichen Wänden ausprobieren konnten, ohne anstehen zu müssen.

                                                             

Diese relativ neue Halle in Balingen ist wirklich sehr schön gelungen. Einzig die Bewertung der Routen lässt oftmals staunen.  Bei Routen im selben  angegebenen Schwierigkeitsgrad stellten wir nach unserem Bemessen doch einen sehr großen Unterschied von zum Teil fast zwei Grad fest. Dies tut dem Ganzen zwar keinen Abbruch, ist jedoch für gerade nicht ganz so erfahrene Kletterer, vor allem im Vorstieg, dann etwas verwirrend. 

Trotzdem war es ein schöner Klettertag, wo wir alle auf unsere Kosten gekommen sind und gegen Abend so richtig  schön schwere Arme hatten, so dass wir den Tag mit Boulderspielen im schön angelegten Boulderbereich ausklingen  ließen.        

 Bevor wir uns dann auf den Heimweg machten konnten wir es natürlich nicht lassen, die großen Rutschen auf dem Spielplatz auszuprobieren. Hier gingen die ersten Meter senkrecht nach unten bevor die Rutsche dann gemächlich ausläuft. Dem entsprechend kostete es dann auch wirklich Überwindung, sich hier in die Tiefe zu werfen, waren wir doch eigentlich den übrigen Tag immer darauf bedacht, ohne zu fallen nach oben zu kommen.

Mit dabei waren: Ines, Kathrin, Jessi, Mammut (Eli), Simon und Oli

 

 

 

 

Die Alpinis waren unterwegs

Am Samstag um 11 Uhr trafen sich neun Alpinis und sechs Erwachsene zu einer Wanderung in Loßburg. Wir hatten keine Ahnung wohin es gehen sollte, da wir uns mit Kompassen orientieren sollten. Traudi gab uns Marschzahlen vor und anhand von Kompass und Karte gingen wir los. Wir liefen über Dottenweiler und  Romsgrund nach Geroldsweiler wo wir am Ortsrand eine Rast einlegten. Dann ging es weiter über Oberbrändi nach Sterneck, dort machten wir eine weitere Rast und konnten die Burgruine bestaunen.  Zwischenzeitlich ließ sich sogar die Sonne sehen und so ging es über Salzenweiler und Wälde  zurück nach Loßburg. Am Ende waren wir fünf Stunden unterwegs und hatten 15 km zurückgelegt. 

Alpinis im Kletterzentrum Balingen

Am Morgen (gähn) trafen wir uns wie immer am Alpintreff. Dann, nach einer 50-minütigen Fahrt kamen wir an der Kletterhalle in Balingen an. Als wir dann am Eingang standen und den Eintritt zahlten, waren wir alle sehr froh, gut getrennt vom Indoorspielplatz (und lautem Geschrei) klettern zu können.

Am Anfang teilten wir uns nach Leuten, die erst ein bisschen bouldern wollten und Leuten die „richtig“ klettern wollen auf. Später aber durchmischte sich sowieso alles und man kletterte wie man wollte. Als dann Marco und Max (das bin ich) vorsteigen wollten mussten wir erst ein Mal (vor einer Jury=Traudi) demonstrieren, dass wir so einigermaßen vorsteigen können und wurden dabei gleich noch mit Tipps, Hinweisen, Sachen auf die wir achten sollen usw. versorgt. So ging das ein paar Stunden, bis eigentlich relativ schnell nach der Vesperdose (und nach Nervennahrung) gegriffen wurde. Zum Erholen gab es dann für den, der wollte eine Einheit Sturztraining und Hinweise zum Stürzen von Traudi, wobei sie uns demonstrierte, wie man nach dem Klinken der zweiten Exe auf den Boden knallen kann (ganz normales „Ins-Seil-Fliegen“). Danach kam der Vergnügliche Teil: Jeder durfte einmal „Stürzen, d.h. Man nimmt sich eine Seilschlaufe, hält die Bremshand fest an das Bremsseil und sagt dem Kletterer, der mit beiden Beinen gegen die Wand wartet, er soll jetzt aufpassen, weil er gleich einen Meter tiefer hängt. Danach dann das Gleiche noch einmal mit aktiv ins Seil springen.

Nun wurde wieder geklettert, zwar nicht so schwer wie vorher, aber immerhin geklettert, nicht auf der Matte rumgelegen wie es den größten Teil der letzten Stunde der Fall war (hin und wieder ein Ausflug an die Boulderwand).

Schließlich hieß es dann Sachen zusammenpacken, nichts vergessen und heimfahren (und hoffentlich nicht zu Hause feststellen, dass man seinen halben Rucksack vergessen hat). 

Jubiläumsgrat Winterbegehung

Am Freitag Abend, den 14.01.`11 machten Jochen und ich uns voller Vorfreude auf nach Garmisch, um endlich unseren alten Traum von der Winterbegehung des Jubis zu realisieren. Nach einer recht komfortablen Nacht im Auto auf dem Parkplatz am Eibsee nahmen wir dann am Samstag Früh die erste Bahn auf die Zugspitze, wo wir dann auch gleich einen kleinen mentalen Dämpfer bekamen. Das Wetter sah am Morgen nicht wirklich gut aus, jedoch sollte es laut Wetterbericht im Laufe des Vormittags besser werden. Doch ein älterer Bediensteter der Zugspitzbahn meinte zu uns: „ Wollt´s Ihr etwa den Jubi machen? Wißt´s wia´s da droben ausschaut? Mei, am End muaß es a jeder selber wissen!“ Diese Aussage hatte uns natürlich nicht gerade motiviert und oben angekommen, war das Wetter allerdings auch alles andere als freundlich. Wir beschlossen dann, bis maximal 10 Uhr abzuwarten ob sich die Bedingungen nicht zum Besseren wenden und waren total überrascht, als etwas später nochmals zwei so „Verrückte“ auftauchten um den Grat zu machen. Die Freude war umso größer, als ich erkannte, dass einer der Beiden ein Bekannter von mir war, mit welchem ich schon zwei Kurse der Fachübungsleiterausbildung absolvierte. Die Freude des Wiedersehens war natürlich rießengroß und da nun auch die Sonne schon etwas durch die Wolkendecke schaute, waren wir sehr erleichtert über die neue Situation. Zu wissen, nicht alleine unterwegs zu sein, gab uns ein Gefühl der Sicherheit.

                   

                   

Also machten wir uns dann zusammen marschbereit. Kaum losgegangen, wurde das Wetter dann auch zusehends besser. Bei strahlendem Sonnenschein und super Fernsicht genossen wir es, auf dem verschneiten Grat zu gehen. Es war zum großen Teil allerdings eine recht ernsthafte Sache, wo wir die Konzentration ständig hoch halten mußten, denn ein Fehltritt hätte fatale Folgen gehabt. Bei einer Sommerbegehung hat man immer mal wieder die Möglichkeit, ein Stück unterhalb des Grates zu gehen, was in winterlichem Zustand aber selten möglich ist, denn die eingeschneiten Flanken sind oft zu steil. Also führte uns der Weg meist über die Gratschneide und die Ausgesetztheit war gigantisch. Wenn dann doch einmal ein Teilstück zu queren war, war höchste Vorsicht geboten. Die Schneeauflage war allerdings recht gut und machte einen sicheren Eindruck.

             

                              

Ein weiteres Erlebnis war dann auch die Übernachtung in der Biwakschachtel, wo wir erst einmal unsere Betten von Schnee und Eis befreien mußten. Die Nacht war jedoch ganz angenehm und am Sonntag setzten wir dann unseren Weg hinüber zur Alpspitze fort. Allerdings war es wohl wärmer als am Vortag und wir brachen zum Teil bis zur Hüfte in den Schnee ein, was die Sache dann schon anstrengend machte. Glücklich erreichten wir den Alpspitzgipfel, von wo aus wir uns dann über die Ferrata hinunter zum Osterfelderkopf machten. Hier mußten wir nochmals sehr vorsichtig sein, da dieser nordseitig gelegene Steig stellenweise arg vereist war und die Drahtseile eingeschneit waren. Nach einer kurzen Stärkung nahmen wir dann die Gondel ins Tal, von wo aus wir mit der Bahn wieder zurück zum Ausgangspunkt am Eibsee fuhren.

                              

                                           

Zu sagen bleibt, daß es ein sehr intensives Wochenende war, von welchem wir bestimmt noch lange zehren können und bestimmt immer wieder gerne daran zurück denken werden.

                            

Skifreizeit in Cumbel, Graubünden, 4.-7.1.2011

14 wackere Skifahrer (davon 7 Kinder von 10 bis 18 Jahren) wagten den Neuanfang in einer neuen Unterkunft in einem neuen Ort, nachdem das Haus in Zweisimmen nicht mehr zur Verfügung steht.
Wer eine Verschlechterung erwartet hat, hat sich getäuscht!! Ein wunderbar renoviertes altes Haus (erbaut 1775) auf einer Aussichtsterrasse gelegen erwartete uns. Innen liebevoll gestaltet mit viel Stein und Holz, großen Aufenthaltsräumen und sehr netten Vermietern, die im Haus wohnen. Und das Beste zum Zeitvertreib: Ein Tischkicker im Flur, an dem schon morgens heiße Schlachten geschlagen wurden.
Nicht weit vom Haus fuhr der Linienbus (kostenlos!) in wenigen Minuten ins Skigebiet Obersaxen, Talstation Vella. Leider hatte es nur wenig Schnee, die Pisten waren aber dank Beschneiung doch gut zu befahren. Die ersten 2 Tage schien die Sonne, an den letzten beiden Tagen setzte der Fön ein, der zumindest den Regen verhinderte. Jeder konnte eine Piste nach seinem Geschmack finden, das Gebiet ist sehr weitläufig, obwohl es nicht sonderlich groß ist.
Claus, Ilse und Hermann fanden sogar genug Schnee für eine Skitour auf den „Um Su“ (2357 m). Bei herrlichem Wetter und ordentlichen Bedingungen ging es 1000m bergan. Nach dem obligatorischen Gipfelvesper schwangen sie sich in traumhafte Pulverhänge. Danach trafen sie sich mit den beiden Jüngsten der Gruppe und nahmen diese auf die Tourenabfahrt mit.
Abends kochten wir gemeinsam in der gut ausgestatteten Küche und spielten natürlich wieder Tischkicker. Am 06. Januar überraschten uns 6 Sternsinger mit einem rätoromanischen Lied. Es waren tolle Tage auch dank der Teilnehmer, die alle mithalfen beim Gelingen der Freizeit.
Da das Interesse für die Skifreizeit dieses Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren eher gering war, wollten wir eigentlich keine mehr organisieren, aber Cumbel hat uns bekehrt, wir haben wieder für nächstes Jahr reserviert.

Claus Lieb, Ilse Becker