Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

Textgrösse verändern Text vergrößern Textgrösse zurüsetzen Text verkleinern
Aktuelle Seite: Start Touren 2012

Wir waren klettern

Am 30. September 2012 waren wir, die Jugend 1 (Loreen, Luca, Anne, Jens, Ines und Simon), im Battert klettern. Wir starteten um 9.30 Uhr am Alpintreff. Im Battert angekommen übten wir das Klettern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Später übte ein Teil der Gruppe noch den Vorstieg.

Es war den ganzen Tag sonnig. Erst gegen Ende der Tour wurde es kühler. Um ca. 17 Uhr fuhren wir wieder Richtung Freudenstadt.

 

Dalmülser Runde - eine Genusstour

Am Wochenende vom 07.-08.Juli machten sich neun Frauen, vier Männer und ein Hund auf zum Genusswandern nach Damüls in Österreich. Die Wanderung haben Silke deJager und Ruth Dörschel vorbereitet und sind die Tour einmal vorgelaufen. Leider konnte Silke am eigentlichen Termin nicht mitkommen und so hat Ruth die Wanderung geführt.

 

Bilder von der Vorwanderung:

 
 
 

 

Los ging es in Loßburg und nach vier Stunden Autofahrt erreichten wir unser Ziel.

Die erste Etappe führte uns dann auch gleich über den Elsenkopf zu unserer Übernachtungsstätte, dem Elsenhof. Hier ließen wir den Tag nach einem leckeren Abendessen auf der Terrasse ausklingen und genossen den herrlichen Ausblick und die nette Gesellschaft.

 

Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück hoch zur Damülser Mittagsspitze. Den (wahrscheinlich) schönen Ausblick von hier oben konnten wir wegen des aufgezogenen Nebels leider nicht wirklich würdigen. Doch so schnell der Nebel gekommen war, ging er auch wieder. Und so konnten wir den grandiosen Aus-, Weit- und Fernblick beim Aufstieg auf das Hohe Licht genießen. Von hier aus ging es am Bergkamm entlang weiter zum Hochblanken, wo wir bei mitgebrachtem Vesper rasteten.

 

Danach machten wir uns auch schon wieder an den Abstieg in das Damülser Tal, dass die ganze Gruppe glücklich erreichte. Auch Hündchen Lili kam – etwas fertig vielleicht – unbeschadet unten an. Genossen haben wir unsere Genusswanderung auf jeden Fall alle!

   

 

Hat das Hinterwälder Rind einen Platz in einem geplanten Nationalpark?

Bei einer Führung am 23.September für Vertreter der Alpenvereins-Sektionen vom Ruhestein übern Wildsee zur Darmstädter Hütte, gab Herr Schlund vom Naturschutzzentrum Antwort auf diese und viele andere Fragen.

Alle Sektionen des Nordschwarzwaldes, der JDAV und der Vorstand des Landesverbandes waren vertreten. Vor allem wollte man wissen, was ein möglicher Nationalpark für Folgen für's Wandern, Biken, Bouldern und Schifahren – Schneeschuhgehen hat.

Herr Schlund betonte, dass die vorhandenen Schilifte und Loipen auch in einem Nationalpark betrieben werden würden. Wanderwege würden auch durch die Kerngebiete des Nationalparks gehen. Bike- und Schneeschuhrouten werden geprüft und in den Managementzonen ermöglicht werden. Aber er betonte auch, dass die Tiere sich auf die Wegeführung einstellen und deshalb besonders empfindlich reagieren, wenn 'Natursportler' quer durchs Unterholz brechen.

Mancher DAVler war überrascht, dass es an Eutings Grab hoch über dem Wildsee jedes Jahr Kaffee, Gedichte und Gesang gibt und der Leiter des Naturschutzzentrums für diese Tradition auch Raum in einem Nationalpark sieht.

Herr Schlund vom Naturschutzzentrum in der Diskussion mit Heiko Wiening und Michael von Levetzow vom Landesverband des DAV.

Vom Vorstand wurde bedauert, dass der DAV in der Arbeitsgruppe 'Tourismus' im Rahmen des Gutachterverfahrens nicht vertreten ist. Es ist zu vermuten ist, dass der Leiter eines Fremdenverkehrsbüros oder ein Hotelier eines renommierten Hauses unter Naturnutzung und Naturerleben etwas völlig anderes verstehen als ein Mitglied des Alpenvereins. Den Wunsch nach Rückbau überbreiter Forststraßen zu erlebnisreichen Wanderwegen kann der Alpenverein jetzt nicht selber in dieser AG vorschlagen. Da man in diesem Punkt mit Herrn Schlund einer Meinung ist, hofft man, dass er die Idee neuer Wegegestaltung in diesem Arbeitskreis stark vertritt. Auch andere Anliegen des Alpenvereins können jetzt noch in diesen Arbeitskreis über Herrn Schlund eingebracht werden.

Bei diesen Treffen sind auch die Gutachter des Nationalpark-Konzeptes anwesend. Diese hören zu und stellen Fragen, beziehen aber noch keine Stellung. Das Gutachten selbst soll Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres vorliegen.

Der Vorstand des Landesverbandes DAV begrüßt einen Nationalpark im Nordschwarzwald. Die vertretenen Sektionen des Nordschwarzwaldes sind aber sicher näher dran an der Kritik an einen Nationalpark, haben die Probleme vor der Haustür und zahlreiche skeptische Mitglieder. In den nächsten Monaten werden die Diskussionen sicher wieder zunehmen, dann ist von allen Seiten auch ein Stück Toleranz und Fairness nötig.

 

Für den DAV Freudenstadt war Ruth Dörschel bei der Führung dabei.

6 Tage - 10 Gipfel

Eine wunderbare Bergwoche verbrachten wir (Jochen, Rolf + Oli) diesen August im Wallis. Wir „switchten“ vom Matter- ins Saastal und wieder zurück ins Mattertal, jeweils in Verbindung mit einem wohltuenden Stop bei Rosi im Hotel Bergfreunde in Herbriggen.  

Angefangen haben wir auf der Europaweghütte (Täschalphütte, 2225 m), welche man ja bequem per Auto erreichen kann. Nach einer kurzen Nacht sind wir dann früh am Morgen aufgebrochen um über die Täschhütte (2701m) den Rotgrat zu erreichen, über welchen wir auf den Alphubel (4206 m) stiegen. Diese Route ist eine sehr schöne, allerdings nicht zu unterschätzende Alternative um über den Alphubel auf das Mischabeljochbiwak (3847m) zu gelangen, was unser eigentliches Ziel war.

      

Von hier aus starteten wir dann am folgenden Morgen die Besteigung des Täschhorns (4175 m) über den Mischabelgrat, welcher sich als sehr „schottrig“ herausstellte und man dann vor allem im Abstieg große Vorsicht walten lassen mußte. Wieder am Biwak angekommen packten wir unsere restlichen Sachen wieder in unsere Rucksäcke und stiegen über den Gletscher wieder ab zu Europaweghütte und gleich weiter mit dem Auto zu Rosi.

Nun waren die Überlegungen für das nächste Ziel recht groß und nach langem abwägen waren wir uns dann doch einig, das eigentliche Vorhaben der Überschreitung des Weisshorns nicht anzugehen (die Länge der Tour flößte uns schon Respekt ein und da muß einfach alles passen) und stattdessen ins Saastal hinüber zu wechseln.

Wie gesagt, so getan. In Saas Fee angekommen stiegen wir dann auch gleich den langen Weg zur Mischabelhütte (3329 m) auf, um uns unseren lang ersehnten Traum am folgenden Morgen zu erfüllen. Und zwar die Lenzspitze (4294 m) über ihre Nordostwand zu besteigen. Dieser Anstieg durch die Wand war dann wirklich trotz der relativ späten Jahreszeit für solche Unternehmungen perfekt. Kaum Blankeis, dafür eine ca. 10 cm dicke Trittschneeauflage. Die Wand war wie geschenkt! Doch die Kombination dieses Anstieges mit dem folgenden Teil des Nadelgrates auf´s Nadelhorn(4327 m) machte diesen Tag unvergesslich. Im Gegensatz zum schottrigen Grat auf´s Täschhorn war hier der Fels bombenfest und die Kletterei machte richtig Spaß. Nach kurzer Gipfelrast stiegen wir dann ab auf die Hütte und von dort direkt weiter ins Tal.

                                               

      

      

Nun ging es erst einmal wieder zurück zur guten Seele Rosi nach Herbriggen, wo wir den Luxus einer Dusche und einer tollen Küche in vollen Zügen genießen konnten.

Für mich war die Woche nun eigentlich vorüber, denn ich hatte für den morgigen Samstag ein Zugticket zurück nach Horb in der Tasche. Doch wie sie nun mal sind, meine zwei Schlawiner, ließen sie mir keine Ruhe und überredeten mich am Ende doch noch, einen weiteren Tag dran zu hängen, um am Sonntag noch die Breithorn-Travesierung zu machen.

So fuhren wir am Samstag Früh dann mit dem Taxi nach Zermatt, ließen uns mit der Gondel bis auf´s kleine Matterhorn schaukeln und querten den Gletscher bis zum Roccia Nera, wo wir uns im Bivacco Rossi e Volante (3750 m) einquartierten. Dieses Biwak sitzt wunderschön gelegen wie ein Adlerhorst auf einem Felsen der Roccia Nera über dem Adlerpass. Nach längerem Sonnenbad auf den Felsen neben der Hütte beschlossen Rolf und ich, noch „schnell“ auf den Pollux (4091 m) zu rennen. Wir versüßten uns den Aufstieg dann auch gleich, indem wir über eine kleine Eisflanke auf den Grat hochstiegen und ziemlich schnell dann auch schon auf dem höchsten Punkt standen. Jochen hatte uns leider nicht begleitet, da er schon zwei mal oben war. Dafür den Kocher angeworfen, damit wir nach dem zurückkehren auch gleich unser Abendessen zu uns nehmen konnten.

 

 

       

Nach einer wiklich kalten Nacht im Biwak stiegen wir morgens recht früh dann über die Firnflanke auf die Roccia Nera (4075 m)von wo aus wir dann die Travesierung des Breithorns von Ost nach West begannen. Dies war zum Abschluß nochmal eine sehr schöne Tour mit Firnanstieg, Fels und überwechteten Graten. Über die Breithorn Zwillinge (östl. 4106 m und westl. 4139 m) und den Mittelgipfel(4159 m) erreichten wir dann den Hauptgipfel des Breithorns (4164 m), wo wir uns aber gar nicht mehr aufhielten, sondern direkt abstiegen zur Bahnstation auf dem kleinen Matterhorn. Da die Breithorngipfel heute ja als eigenständige 4000er zählen, konnten wir somit 10 dergleichen in 6 Tagen besteigen. Zurück im Tal machten wir uns dann auch gleich an die Heimfahrt und können bestimmt noch lange an eine sehr schöne und erlebnisreiche Woche im Wallis zurück blicken.  

 

Rund um den Lüner See

Vom 28. - 30.10. verbrachten wir drei herrliche Tage im Montafon. Selbst wenn am Samstag das Wetter nicht ganz so mitspielte, konnte dies unserem Gipfeldrang und der super Stimmung innerhalb der Gruppe nichts anhaben.

           

Doch nun von Angang an: Am Freitag Früh um 7 Uhr sind Thomas und Margot , Rolf , Thomas W. und ich vom Alpintreff aus ins Brandner Tal gefahren. Vom Parkplatz der Lüner See Bahn gingen wir dann über den Bösen Tritt hinauf zur Douglashütte, am rechten Seeufer entlang und schließlich weiter zur Totalphütte. Am frühen Nachmittag dort angekommen stärkten wir uns erst einmal auf der Sonnenterasse und genossen den herrlichen Ausblick. Doch der Mittag war noch lang. So entschlossen Rolf und ich mich kurzerhand, den nahe der Hütte gelegenen Gipfel des Zirmenkopfes (2806) zu erklimmen, während Thommy, Margot und Thomas Geochaching betrieben. 

 

           

 

             

Am Abend saßen wir dann noch lange gemütlich auf der Hütte zusammen und hatten eine Menge Freude miteinander.

Moritz mußte am Freitag noch arbeiten und ist somit erst auf die Nacht hin am Lüner See angekommen. In aller Früh am Samstag startete er dann nach einer Nacht im Auto den Aufstieg zu uns auf die Hütte. Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns dann auf in Richtung Schesaplana (2965). Leider war das Wetter heute gar nicht gut und ich konnte mein Versprechen an Margot, dass sie vom Gipfel aus den Bodensee sehen könne, leider nicht einhalten. Nach kurzer Gipfelrast stiegen wir wieder ab und konnten uns auf halbem Weg zu Hütte sogar noch an einem Schnapsbrunnen für unsere Mühen und den entgangenen Ausblick belohnen.

     

Wir verweilten dann noch ein wenig bei unseren Hüttenwirtinnen auf der Totalp, bevor wir uns zur Heinrich-Hueter-Hütte aufmachten. Gemütlich gingen wir wieder zurück zum See, wo sich manch Einer trotz des schlechten Wetters einen kurzen Sprung ins Wasser nicht nehmen lassen wollte. Über die Lüner Krinne erreichten wir dann auch schon bald die Hütte und genossen den restlichen Tag mit geselligem Beisammensein.

         

Obwohl es die ganze Nacht regnete, begann der Sonntag dann als herrlicher Herbsttag. Und dies war genau richtig, um den Saulakopf (2517) von 3 Seiten zu stürmen. Schon vor Abfahrt am Freitag hatten wir ausgemacht, diverses Material mitzunehmen um bei gutem Wetter den Gipfel über verschiedene Wege zu erreichen.

So ging Margot dann über das Saulajoch hinauf zum Gipfel, Thommy und Thomas über den Klettersteig und Rolf, Moritz und ich kletterten durch den Kamin hinauf bis zum höchsten Punkt. Fast Zeitgleich waren wir dann oben angekommen, genossen nochmals die wunderschöne Aussicht und begannen dann den Abstieg hinunter zum Joch. Von dort weiter über den Saulasteig und hinunter auf den Parkplatz. Nach kurzer Einkehr und Stärkung auf der Schattenlaganthütte fuhren wir dann zurück nach Freudenstadt, wo wir gegen 20.30 Uhr ankamen.

     

 Ein großes Dankeschön von mir nochmals an Alle für das tolle Gelingen der Tour. Es hat riesen Spaß gemach mit Euch!