Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Aufbaukurs Klettern

Die Idee zu diesem Kurs entstand aus Überlegungen, das Ausbildungsangebot für Teilnehmer des „Grundkurs Klettern“ auszubauen. Schnell zeigte sich, dass es ein großes Interesse an diesen Themen gibt und so fanden sich 13 Teilnehmer zum ersten Theorieabend ein, bei dem es um das Sportklettern ging.

Um einen möglichst frühen Bezug zur Praxis zu schaffen, wurden die Inhalte am folgenden Mittwoch Abend an der Kletterwand vertieft, korrektes Sichern, fädeln an der Umlenkung, Übung zum Vorstieg und dynamisches Sichern im Toprope durch Sturzübungen.

Geballt ging es am Wochenende weiter. Am Freitag wurde im zweiten Theorieabend der Bogen vom Vorstieg über Mehrseillängenrouten bis hin zur mobilen Absicherung gespannt.

  

Voller Tatendrang ging es am Samstag und Sonntag in das Klettergebiet Battert, um dort wichtige praktische Erfahrungen am Fels zu sammeln. In verschiedenen Stationen wurden Übungen zum Vorstieg und Abseilen durchgeführt. Die mobile Sicherung mit Klemmgeräten und -keilen spielte eine wichtige Rolle. Dank sonnigem Wetter waren die beiden Praxistage für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis in einer aufblühenden Frühlingslandschaft.

 

Kursleitung: Oliver Mohrlok, Andreas Heim

Kursbetreuung Praxistage: Oliver Mohrlok, Andreas Heim, Traudi Gebert, Bernhard Gebert

Teilnehmer: Fabian Sackmann, Lando Huber-Denzel, Lars Franze, Doris Seyfried-Klar, Thomas Forbriger, Ruth Dörschel, Harry Krötz, Rainer Heinzmann, Joachim Gaiser, Thorsten Züfle, Stefanie Büdenbender, Ivonne Sonnenschein, Andreas Turin

Erste Rundtour Freitagsbiker

Am 13.04.2012 fand unter Führung von Claus Lieb die erste Freitagsbiketour statt. Pünktlich um 18:30 Uhr starteten wir vom Kasernenplatz in Freudenstadt zu einer 1 1/2 stündigen Rundtour in die Freudenstädter Wälder:

Über die Landhausstraße und die Palmenwaldbrücke ging es in Richtung Lauterbad, oberhalb vom Zollernblick  über die Äußere Rivera und Mittelweg zur Großvatertanne.

Über Galeottenweg auf den Beckenfriedeweg kurz zum Fliegerstein und weiter übers Eulenloch zur Mäusehütte. Vor dort zur Krummen Buche und hinab Richtung Teuchelweg in spitzem Winkel ab wieder hinauf zum Werabrunnen. Endlich ging es bergab zum Wiesenweg vorbei an der Kurtz-Hütte in Richtung Langenwaldsee und über den Fahrradweg zurück nach Freudenstadt.

Nach 22km und 330 Höhenmeter war der Spaß bei doch zunehmender Dämmerung und fallenden Temperaturen zu Ende.

Führung: Claus Lieb (gelbe Jacke)

Teilnehmer: (v.l.) Ilse Becker, Swen Haubold, Thomas Laufer, Hans-Peter Zepf, Bernhard und Traudi Gebert

Bild: Uwe de Jager

Wer Lust bekommen hat: Wir versuchen jeden Freitag zu fahren. Bitte aktuelle Informationen auf der Homepage beachten und, wer mehr wissen möchte, bitte an Claus oder Uwe wenden:

Claus Lieb / Telefon: 07441 84948 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Uwe de Jager / Telefon: 07441 951706 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Tour zum Nachfahren: Bald unter www.alpenverein-freudenstadt.de/gps-tracks

Skitour Strahlhorn (4190m)

Strahlhorn

Die geplante Skitour für dieses Wochenende auf das Wetterhorn mußte von unserem Thomas leider abgesagt werden, da er mit einem grippalen Infekt im Bett lag.

Seitens der angemeldeten Teilnehmer waren aber Skitourenambitionen unverkennbar vorhanden, so daß ich die Tour von Thomas übernommen habe. Der Wetterbericht war aber für das östliche Berner Oberland nicht ganz berauschend, was er aber für die Wetterhorntour sein sollte. Das Wallis wurde als wetterbegünstigt ausgelobt, so daß sich eine Skitour auf einen 4000er anbot.

Die Lawinen- und Wetterverhältnisse zeigten sich von der besten Seite, so daß die Wahl auf das Strahlhorn fiel. Die Organisation der Tour war zeitlich etwas knapp angerührt, so daß ich mit Mühe und Not die letzten 4 Lager auf der Brittania-Hütte reservieren konnte. Das führte dann leider dazu, daß nicht alle Interessenten berücksichtigt werden konnten.
Friedrich chauffierte uns in seinem Bus bequem und sicher am 31.3.12 mit Abfahrtszeit 7 Uhr über Kandersteg nach Saas Fee. Bei kristallklarem Himmel und angenehmen Temperaturen nutzten wir den Alpin-Express zur Auffahrt bis zur Station Maste4 (2572m) im Skigebiet.Um wenigstens noch etwas zu machen und dem Körper zur Höhenanpassung etwas Sauerstoff zuzuführen, wählten wir nicht die Auffahrt bis zum Felskinn. Der Aufstieg über die Pisten zum Egginerjoch und dann weiter zur Brittaniahütte (3030m) war in der Sonne angenehm und relativ schnell erledigt. Kurz vor 17 Uhr erreichten wir die bis auf den letzen Platz ausgebuchte Hütte und sind dann nach dem Abendessen ziemlich schnell in unseren Lagern verschwunden.

Wecken war relativ spät gegen 5 Uhr. Nach dem Gewusel von 135 Skitourenaspiranten konnten wir 6.15 Uhr zu unserer Tour starten. Den nicht enden wollenden Allalingletscher sind wir am Seil gegangen, die Spalten waren aber überwiegend sehr gut eingeschneit und der Schnee auf Grund der Kälte gut durchgefroren. Nach zwei Stunden überholte uns eine Schneeschuh-Tapper-Seilschaft, die relativ flott unterwegs war. Wir hatten ganz bewußt auf Grund der fehlenden Höhenanpassung eine langsame Aufstiegsgeschwindigkeit gewählt, um unsere Gipfelchancen zu vergrößern.

Auf etwa 3600m konnten wir hautnah eine Rettungsaktion der Air Zermatt mit dem Heli beobachten, bei der ein Teilnehmer dieser vor uns gehenden Schneeschuh-Truppe aus dem Gletscher gepflückt wurde, der höchstwahrscheinlich mit Herz-Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte.

So waren wir zwar etwas länger unterwegs, konnten aber alle gemeinsam den Gipfel des Strahlhorn auf 4190m gegen 13 Uhr 10 erreichen. Während des Aufstieges pfiff uns ab und zu ein böiger Wind um die Ohren, der sich aber am Gipfel ziemlich zahm zeigte, so daß wir die prachtvolle Aussicht auf die umliegenden nahen und fernen 4000er ausgiebig genießen konnten. Die Berge und vor allem das Matterhorn waren in der klaren Luft zum Greifen nah und vor allem für unseren 4000er-Neuling Friedrich ein ganz tolles Erlebnis.

Die lange Abfahrt von über 15 km Länge bis an die Talstation der Seilbahn in Saas Fee war der gelungene Abschluß dieser schönen Skitour. Die Rückfahrt ab 18 Uhr verlief problemlos und wurde von unserem Fahrer Friedrich perfekt gemeistert, so daß wir zu später Stunde alle wohlbehalten und mit einem Rucksack voller Erlebnisse und Eindrücke wieder zu Hause angekommen sind.
Die Ersatztour zum Strahlhorn konnte damit wie geplant durchgeführt werden und war für alle Teilnehmer ein voller Erfolg.
Steffen Lots

Tourenführer: Steffen Lots

Teilnehmer: Friedrich Barth, Helmut Springmann, Martin Schreiber (Gast)

 

 

 

 

 

Kletterausfahrt der Jugend II

Am 24.03. waren wir zum Klettern in Kentheim bei Calw. Dies ist zwar ein recht kleiner Klettergarten in einem alten Steinbruch, doch mit interessanten Routen und wegen dem Sandstein mal ein anderes „Kletterfeeling“ als in den übrigen Klettergebieten hier im Schwarzwald oder im Donautal. Besonders schön war die große Verschneidung oder die Risstouren, welche ganz andere Bewegungsabläufe und Techniken verlangten als die üblichen Kletterrouten an Henkeln oder Leisten. Außerdem gab es auch eine schöne Platte, wo man mit den Füßen viel auf Reibung gehen musste um durchzusteigen. Allerdings sind die Routen in den unteren Schwierigkeitsgraden rar vertreten, doch wir konnten uns alle bei Klettereien vom 5ten bis zum 7ten Grad austoben.

    

Die Risse boten uns dann auch noch ein geeignetess Terrain um die kurz zuvor im Theorieunterricht durch genommenenn Themen in der Praxis zu üben. Wir legten mobile Klemmgeräte wie Keile und Friends und bauten an denselben Standplätze mittels Reihenschaltung. Auch mit dem „Bauernflaschenzug“ verspannte Fixpunkte bauten wir auf, damit sie in beide Zugrichtung halten.       

             

 

Am Ende konnten diejenigen die es noch nie gemacht hatten unter Anleitung üben, mit dem Tube abzuseilen.

Somit war es ein erfüllter und auch lehrreicher Tag für alle und wir hatten mal wieder eine Menge Spaß zusammen.

 

Dabei waren: Ines, Laura, Jessi, Urs, Manuel, Markus und Oli D.

 

 

 

 

Hier noch ein paar Bilder von unseren Ausfahrten im Februar zum Eisklettern. Wegen der Anzahl der Teilnehmer/Betreuer hatten wir hier zwei Gruppen an zwei aufeinander folgenden Samstagen gebildet, wobei der 1.Tag gemeinsam mit den Junioren unternommen wurde.

    

 

Es waren von der Jugend II dabei:

Ines, Jessi, Laura,  Urs, Raphael, Chris, Manuel und Oli D.

 Auf dem Gruppenbild fehlen: Laura, Jessi und Manuel

Von den Junioren war dabei:

Lena, Patrick, Moritz und Olli M.

 Außerdem waren noch Rolf und Jens mit dabei. 

Skitour Rosswies (2334m)

Wir sind am Samstag, 11.2.12, gegen 9 Uhr in Freudenstadt mit 2 Fahrzeugen in Richtung Grabs im Rheintal gestartet. Auf dem privaten Parkplatz am Ortsende (500m) konnten wir auf Grund der guten Schneelage direkt am Auto die Ski anschnallen.

 
     
 
     

Der Aufstieg über knapp 1000Hm zur Skihütte des Skiclub Grabs (1450m) verläuft gleichmäßig steigend den Studener Berg hinauf. Trotz der Nordwestausrichtung des Hanges hatten wir noch für einige Zeit sonnige Abschnitte, was bei der kalten Luft sehr wohltuend war.

   


Unterwegs hat uns eine Tourengeherin mit affenartiger Geschwindigkeit überholt, über die wir nur staunen konnten. Auf der Hütte stellte sich heraus, daß uns Trix Zgraggen überholt hat. Sie gehört zu den Top-Extrem-Sportlern der Schweiz, ihr Metier sind die härtesten Fahrradrennen in den Alpen, die sie schon mehrfach gewonnen hat. Ihr nächstes Vorhaben ist die Teilnahme an der RaceAcrossAMerika (RAAM) dieses Jahr, das härteste Radrennen der Welt quer durch die USA.

 "Begrüßungsplatte"      Uwe, "Clavi"  und Thomas: "so wird die Nase frei"

Unser Wirt auf der Hütte war „Clavi“ Clavadetscher, ebenso ein Extremsportler der Schweiz, der die RAAM 2001 gewonnen hat. Da hatten wir am Abend bei Kerzenschein (die Solaranlage hatte ihren Geist aufgegeben) nach einem guten Essen viel Gesprächsstoff.

   

Der Sonntagmorgen zeigte sich erwartungsgemäß bitterkalt mit -20°C an der Hütte aber kristallblauem Himmel, der anfangs noch durch einige Nebelfetzen verhüllt wurde.

Start war 7.30 und es folgte der weitere Aufstieg über den Gampernei-Rücken bis auf den Chapf(2043m):

   

Der steile Abstieg hinunter nach Isisizsees über 150m ist die Schlüsselstelle der Tour. Auf Grund der guten Schneelage lies sich dieser Abschnitt jedoch problemlos bewältigen. Wir haben dabei die Felle auf den Ski gelassen, um in der großen Kälte keine Probleme beim Wiederanfellen zu bekommen. Der weitere Anstieg führte über den langen Rücken mit gleichmäßiger Steigung hinaufauf den Gipfel (Rosswies 2334m), den wir 11.20 erreichten. Die Bise verstärkte sich auf den letzten 200Hm zum eiskalten Höhensturm, wobei wir vom Triebschnee abgeschmirgelt wurden. DieGipfelrast fiel demzufolge sehr kurz aus und beschränkte sich auf das Abfellen und die Vorbereitung der Abfahrt.

 Am Gipfel: Steffen Thomas Oliver Friedrich

Wieder in Isisizsees angekommen, legten wir in windstiller Lage mit wunderschönem Sonnenschein eine verdiente Rast ein und bereiteten den Gegenaufstieg auf den Chapf vor.

   

Die lange Abfahrt den gesamten Studener Berg hinunter führte uns wieder an der Skihütte vorbei, wo wir wieder eine Pause einlegten und von „Clavi“ verabschiedet wurden.

   

 

Bei der Abfahrt zum Auto haben wir es ordentlich laufen lassen, da der zerfahrene Hang pistenähnliche Eigenschaften aufwies. Wir beendeten unsere Abfahrt über insgesamt mehr als 2000Hm gegen 15.00 am Parkplatz und kehrten danach alle wieder wohlbehalten nach Hause zurück.
Fazit:
Die Tour konnte wie geplant durchgeführt werden. Die LWS war 3 und bezog sich auf Triebschneehänge in allen Expositionen über 2400m. Diese Zone haben wir nicht berührt und haben konsequent Triebschneehänge gemieden. Die Tour verlief sehr kameradschaftlich und alle Teilnehmer zeigten sich am Ende ausnehmend zufrieden mit den Erlebnissen dieser beiden Tage.

Steffen Lots

Tourenführer: Steffen Lots

Teilnehmer: Friedrich Barth, Walter Gauß, Uwe de Jager, Oliver Rosenhahn, Thomas Winter

Bilder: Uwe