Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Hochtour zur Dreiländerspitze

Jugend 1 unterwegs in der Silvretta

Die Ausfahrt der DAV Jugendgruppe am 29. und 30. Juni stand unter keinem guten Stern und dennoch wagten 6 Jugendliche und 4 Erwachsene die Unternehmung. Schon die Anfahrt zur Bielerhöhe auf der Silvretta Hochalpenstraße gestaltete sich schwierig, weil die Monatfoner Seite gesperrt war und man über das Paznauntal zur Bieler Höhe fahren musste. Vom Silvretta Stausee ging es dann im Regen schnellen Schrittes zur Wiesbadener Hütte (2443m), dies war möglich, da der Hüttenwirt zufällig gerade vorbei kam und das Gepäck mitnahm. Unternehmen konnte man an diesem Nachmittag nichts mehr, da der Regen eher zunahm und die Berge im Nebel verhüllt waren.

Am nächsten Morgen war es zwar trocken, aber nebelig und Schnee lag bis zur Hütte. Dennoch beschloß man aufzusteigen. 30cm Neuschnee und kaum Sicht;  deshalb musste die Gruppe immer wieder inne halten und auf eine Aufhellung warten, aber schließlich erreichte man den Gipfelgrat. Ab hier wurden Fixseile eingerichtet und so erreichten alle Teilnehmer in leichter, aber ausgesetzter Kletterei den Gipfel der Dreiländerspitze (3197m). Das Gipfelkreuz war erreicht, aber von Aussicht leider keine Spur. Auf gleichem Weg ging es dann durch den tiefen Schnee zurück zur Hütte und nach kurzer Rast zu den Pkws am Stausee. Nach langer Fahrt erreichten die Bergsteiger müde aber auch zufrieden die Heimat.

Hochtourengruppe auf der Weißkugel (3739)

Vom 28. - 30. Juni war die Hochtourengruppe zum 1. Mal als solche alpin Unterwegs. Zu elft machten wir uns auf den Weg, um über den Reschenpass nach Melag zu gelangen.

  

     

Diesen kleinen Ort im Talschluss erreichten wir, nachdem wir am Reschensee links ins Taufertal abgebogen waren. Vom Parkplatz (1915) starteten wir dann den Aufstieg zur Weißkugelhütte (2542). Es ist zwar eine sehr kleine, urige Hütte, wo man sogar in Schichten essen muß, aber dennoch bietet sie ungewöhnlichen Service wie die im Preis inbegriffenen Duschmarken.

        

Von der sehr netten Hüttenwirtin wurden wir dann auch standesgemäß gleich mit einer Runde Schnaps begrüßt, bevor wir unser Lager zugewiesen bekamen. Dies war nun eine nächste Überraschung. Und zwar wurden wir wegen Überfüllung in der Kapelle einquartiert. Wir nahmen´s mit Humor und es stellte sich am Ende doch als ganz gemütlich heraus. Zudem glaubten wir, Gottes Seegen für unser Vorhaben somit gesichert zu haben.

        

Allerdings ließ dieser Seegen, zumindest was das Wetter betrifft, erst noch ein wenig auf sich warten. Denn am Samstag mußten wir unseren ersten Gipfelversuch über den Normalweg wegen starkem Wind und Schneefall im Weißkugeljoch (3368) abbrechen. Bei diesen Bedingungen hätte es einfach keinen Sinn gemacht, die letzten knapp 400 Hm über den Ostgrat hinauf zum Gipfel zu gehen. Zumal bei diesen Verhältnissen die Gefahren auch nicht zu unterschätzen gewesen wären.

Schnell war klar, dass am Sonntag ein Teil der Gruppe bei vielleicht besserem Wetter einen nächsten Versuch starten würden. Allerdings dann aber über den kompletten Nordgrat.

Die Vorhersagen für Sonntag waren dann auch außerordentlich gut. Jedoch hatten wir am Morgen nach dem Aufstehen schon fast unseren Glauben verloren, da es immer noch leicht schneite. Also beschlossen wir, den Gletscher hinauf zu gehen bis an den Punkt wo er zu queren ist, um auf die unteren Felsausläufer des Grates zu gelangen, um dann evtl. das Vorhaben abzubrechen, sofern sich das Wetter nicht bessern würde.

Fast unbemerkt überkam uns dann der Seegen des Wettergottes und wir hatten strahelnd blauen Himmel. Über eine Umkehr wurde nicht einmal mehr nachgedacht und wir marschierten direkt zum Grat.

       

        

Hier war der Einstieg auf den Grat dann auch recht logisch. Die Felsen sahen nämlich sehr steil und schwierig aus, aber eine ca. 60° steile Firnflanke dazwischen eröffnete uns die Möglichkeit, ziemlich problemlos hinauf zu gelangen.

Von hier ging es dann abwechselnd über Firn und Fels hinauf zum Gipfel. Im gesamten war es eine sehr abwechslungsreiche und schöne Tour, welche bei diesen Bedingungen aber schon fast einer Winterbegehung gleich kam. Wenn auch nicht von den Temperaturen, aber bestimmt von den Schneeverhältnissen her gesehen.

        

Nach kurzer Gipfelrast überschritten wir den höchsten Punkt dann gen Süden, um südseitig abzusteigen und vom Hintereisjoch über den Hintereisferner zum Weißkugeljoch zu gelangen. Von hier ging es dann wieder über den Langtauferer Ferner, vorbei an dem mächtigen Tauferer Eiswänden, zurück zur Hütte.

Mit dabei waren: Margot + Thomas L., Rolf, Thomas B., Oliver R., Claus, Bernhard, Sven, Lando, Marco und Oli D.

 

 

 

Hochtourenkurs 2013

Der diesjährige Kurs fand vom 15. - 17.06. auf dem Taschachhaus im Pitztal statt.

Auch dieses Jahr waren wieder sehr viele Anmeldungen eingegangen, so dass wir am Ende

11 Personen waren, nachdem noch zwei Teilnehmerinnen krankheitsbedingt, bzw. wegen Verletzung absagen mussten. Mein besonderer Dank gilt deshalb Rolf, welcher mich tatkräftig unterstützte, sonst wär der Kurs mit der Hohen Teilnehmerzahl nicht möglich gewesen.

Mein Vorhaben, den Kurs nicht nur auf Eis und Firn zu beschränken mußte ich allerdings aufgeben, da der „Felsteil“ wegen der zu großen Schneemenge, welche noch vorherrschte, einfach nicht durchführbar war.

        

Einen Vorteil hatte der viele Schnee jedoch. Und zwar mussten wir am ersten Tag gar nicht weit gehen, um Rutschversuche, T-Anker, Fixseil in einer Firnflanke zu üben. Wir konnten dies nämlich direkt neben der Hütte machen.

        

Der zweite Tag führte uns dann auf den Taschachferner, wo die „Anfänger“ zuerst die Grundlagen des Gehens mit Steigeisen lernten. Hierfür war ein geeigneter Platz recht begrenzt, da der Gletscher einfach noch zu sehr mit Schnee bedeckt war. Großflächige Blankeisstellen waren Fehlanzeige. Dennoch konnten wir die Eckensteintechnik samt den verschiedenen Pickeleinsätzen zu genüge üben, so dass wir dann ebenfalls, wie der Rest der Gruppe, zur Spaltenbergung übergingen. Rollentausch von „Opfer“ und „Retter“ ermöglichte jedem, sämtliche Situationen praktisch zu üben. Auch hier mußten wir uns wegen dem Schnee am Gletscherbruch aushelfen, da keine einzige Spalte zu finden war.

  

  

                                                              

Da der Felsteil ja ins Wasser (bzw. in den Schnee) fiel, machten wir nach all den Übungen am Nachmittag dann eine Piztaler Urkund Umrundung. Vom Taschachferner ging es hinauf ins Urkundjoch und von dort den Sexengertenferner hinunter und wieder zurück zur Hütte.

Einige gingen nun zum ersten Mal in einer Geltscherseilschaft. Somit war es kein Sinnloser „Hatsch“ in der knallenden Mittagssonne, sondern zugleich auch eine Tour, während der wir die Bedingungen unserer Abschlusstour am Folgetag begutachten konnten.    

     

Am dritten Tag starteten wir dann recht früh, um über die Nordwand auf die nördliche Sexengertenspitze zu gelangen. Von der Hütte machten wir uns auf den Weg Richtung Sexengertenferner, dort angekommen entschlossen wir uns aber recht schnell zu einer Variante, um auf das obere Gletscherbecken zu gelangen. Anstatt im großen Rechtsbogen um einen Felsausläufer herum, gingen wir direkt eine Rinne dieses Ausläufers hinauf. Mit einer Steilheit von stellenweise 60° war dies schon recht anspruchsvoll. Jedoch bei dem super Trittfirn kein Problem. Selben fanden wir dann später auch in der Wand vor, welche mit 55° Neigung nicht ganz so steil war.

      

Der Abstieg erfolgte dann ostseitig, wo wir oberhalb des Bruchs recht schnell wieder auf den Gletscher gekommen sind und uns auf den Weg zurück zur Hütte machten, welche wir um die Mittagszeit schon wieder erreichten.

  

Für mich waren es jedenfalls wieder sehr schöne und auch lehrreiche Tage mit einer super Truppe und mir bleibt nur zu hoffen, dass die Teilnehmer genau so denken.

Danke an Euch alle für Euer Interesse, dem Vertrauen, der aufmerksamen Teilnahme und zuletzt natürlich auch für den vielen Spass, welchen wir miteinander hatten.

 

Oli

 

Gipfelrast auf Hanibank

Vom 5. bis 7. Juli verbrachten 8 Kletterer der Sektion drei sonnige Tage in den Urner Alpen in der Schweiz. Vom Furkapass (2429 m) stiegen wir über Altschneefelder auf zur Sidelenhütte (2708 m). Das Angebot von herrlichen Kletterlinien in bestem Granit ist hier beeindruckend groß. Schon im Aufstieg war uns ein kühner Felspfeiler ins Auge gestochen, der Hanibalturm 2882 m.

Zwei Seilschaften fanden in den 6 Seillängen der Route „Conquest of Paradise“ (6+) eine super Tour mit bester Absicherung in perfektem rötlichen Granit, garniert mit einer Rast am Gipfel auf der extra für Kletterer eingerichteten „Hanibank“.

Währendessen vergnügten sich die anderen zwei Seilschaften am Schildchrotgrätli (4+, A0) des Chli Bielenhorns (2940 m), direkt neben der Kulisse der zwei Kamele, die aus der Mammut Werbung bekannt wurden.

Am Samstag suchten wir uns wiederum in zwei Vierergruppen verschiedene Ziele aus. Zum einen die Südverschneidung (V+) am Galengrat (3200 m), zum anderen den Südostgrat (5-, 1 p.a.) auf das Große Bielenhorn (3210 m).

In der Südverschneidung fanden wir in 10 Seillängen eine nach oben hin immer beeindruckendere Route, die am Ende mit einer 90 m Riesenverschneidung die Sahnehaube aufsetzt. Der Ausblick am Ausstieg bot den Ausblick auf den Rhonegletscher, auf die Berner Alpengipfel Schreck- und Lauteraarhorn, sowie ins Wallis mit Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze und dem Matterhorn. Zum Abstieg nutzen wir die perfekt eingerichtete Abseilpiste ca. 50 m rechts des Ausstiegs der Route. Wir hatten nicht damit gerechnet, so weit entfernt vom Materialdepot herauszukommen, so holten wir uns im aufgesulzten Schnee der Nachmittagshitze etwas kalte und nasse Füße.

Die anderen Seilschaften hatte es am Südostgrat des Bielenhorns mit einer alpineren Route zu tun. Durch die noch reichlich vorhandenen Altschneefelder war der ostseitige Abstieg vom Gipfel heikel, konnte jedoch durch zusätzliche Absicherung entschärft werden.

Am Sonntag suchten wir uns jeweils zwei kürzere Routen zum Ausklang. Die eine Hälfte machte sich erneut an den Aufstieg auf den Hanibalturm, dieses Mal über die Route Hanimoon. Diese ist im Vergleich zur ersten Route schwieriger (7-), jedoch mit homogenem Schwierigkeitsgrad und perfektem Fels eine überaus lohnende Route. Der Ausstieg verläuft durch eine vertikale Quarzader, die wie eine Treppe erstiegen wird. Ein letztes Mal machten wir es uns auf der Gipfelbank bequem, bevor wir in 4 Abseillängen mit einem Paar aus Österreich kurzweilig zum Wandfuß zurückschwebten.

In der Zwischenzeit erstiegen die restlichen zwei Seilschaften an die Wandfußplatten des Großen Furkahorns und erwarteten auf der Aussichtsbank des Hotel Furkablicks die Besteiger der Hanibank.

Mit dabei waren: Oliver Mohrlok, Thomas Häcker, Lando Huber-Denzel, Oliver Rosenhahn, Bernhard und Traudi Gebert, Lars Franze, Fabian Sackmann

Seniorenwanderung von Aichelberg zur Ruine Fautsburg

Aichelberg? Wo ist Aichelberg? Dies fragten sich alle Teilnehmer der Wanderung am  Donnerstag, 27. Juni 2013. Nachdem uns unser Wanderführer Gerhard Dietz aufgeklärt hatte, dass es sich um Aichelberg bei Bad Wildbad handelt, fuhren wir mit unseren PKWs dorthin.

Vom Parkplatz beim Sportplatz starteten wir zu einer sehr schönen Rundtour. (Für alle übrigens Neuland!) Die Strecke führte über Hünerberg abwärts zur Ruine Fautsburg, ein Kulturdenkmal von Baden-Württemberg.   Vom Turm aus hatten wir einen schönen Blick zur Rehmühle. Bald ging es weiter abwärts zum Kleinenztalsträßle zur historischen Floßeinbindestelle. Ab hier ging es steil bergauf, zurück nach Aichelberg, wo wir im Landgasthof "Grüner Baum" eine sehr gute Einkehr hatten. Alle waren voll des Lobes über die schöne und interessante Wanderung.

Vielen Dank an Gerhard!

Die nächste Seniorenwanderung findet am 11. Juli statt.