Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Jahresabschlussfeier

Die Jahresabschlussfeier der Sektion fand nach längerer Zeit wieder im Dobel statt. Das Programm wurde durch die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft durch den Vorsitzenden Joachim Rapp eingeleitet.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Thomas Forbriger, Siegfried Morath, Lisa und Walter Breithaupt, für 40-jährige Mitgliedschaft Rolf Wein, Gertrud und Christian Marschner und für 50-jährige Mitgliedschaft Werner Heinzelmann mit einem Geschenk geehrt (von links nach rechts).

Der weitere Teil des Abend wurde kurzweilig durch ein Skilied (schwäbisch und in der internationalen Version), Tischbouldern, Geo-Caching mit LVS-Geräten, ein Bilderquiz und Berichten abgerundet. Natürlich fehlte der Niklaus auch nicht mit seinen ermahnenden Worten.

DIE Kletterausfahrt statt Klettercup

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!!!

Unter diesem Motto stand der diesjährige Klettercup alle mal: Zuerst sollte es ein richtig echter Klettercup sein. Mangels freier Hallentermine zum Umschrauben wurde der Klettercup jedoch abgesagt. Die Kletterwand in der DFH wurde unabhängig davon in einer Hauruckaktion in den Herbstferien umgeschraubt (Danke an alle Schrauber, Abschrauber und Griffeputzer!). Umfragen in der DFH führten zu der Planung an einer Kletterausfahrt ins Vertical nach Balingen. Auf die Werbung dafür meldeten sich insgesamt 13 Kletterer an und trafen sich am Sonntag, 23.11. am Alpintreff. Aufgrund des herrlichen Spätherbsttages entschlossen wir uns jedoch zu einer Fahrt auf die Schwäbische Alb. Zwei Kletterer fuhren spontan ins Elsass um an ihrem 10er-Projekt weiterzuarbeiten. Die größere Gruppe fuhr an den Neuffener Parkplatzfels, der mit 60 Routen zwischen 4 und 8 genau richtig war für uns.

Mit dabei waren: Thomas, Lando, Roland, Thomas, Ruth, Rainer, David, Doris, Olíver, Nadine (plus zwei Kids), Andreas sowie Patrick und Jens im Elsass

 

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Felsputztag am Eckenfels

Am Samstag, den 8. November 2014, organisierte die DAV Sektion Offenburg eine Felsputzaktion am Eckenfels. Da wir auch oft an diesem Fels klettern war für uns gleich klar, dass auch wir uns an der Aktion beteiligen – Mitglieder der UpSeilDown-Gruppe und der Klettergruppe der Sektion Freudenstadt.

In Abstimmung mit der Naturschutzbehörde wurden für sinnvoll erachtete Maßnahmen durchgeführt. Unsere Aufgabe bestand darin, im Sektor Altweiberweg den Standplatz der Himmelsleiter von losen Schutt zu befreien und Unkraut, Moos und Stechpalmen aus den Routen zu entfernen.

Bereits im Vorfeld wurde genau überlegt, welche Haken saniert werden müssen. So gab es für alle Beteiligten eine Menge zu tun, insgesamt waren sicher knapp 30 Helfer im Einsatz.


Insgesamt machte uns die Arbeit viel Spaß und sogar für das leibliche Wohl wurde mit heißen Würstchen und Getränken gesorgt – herzlichen Dank hierfür an die Sektion Offenburg.
 

Mit dabei waren: Lena, Andreas (E), Simon, Lando und Olli

UpSeilDown klettert am Plättig

Am Sonntag, den 19. Oktober machte sich UpSeilDown auf die Spuren der Klettergilde Battert, die sich an den Plättigfelsen bei der Bühlerhöhe bereits in den 30er Jahren austobte. Besonders interessant deshalb, da Fred Gaiser, der Vater von unserem Hannes Gaiser aus Freudenstadt ebenfalls zu den fleißigen Erschließern gehörte.

Schon der Zustieg zur Hertahütte durch in den Stein gehauene und bemooste Felsstufen ist ein eindrückliches Erlebnis. Bei bestem Herbstwetter genossen wir die Aussicht von der Falkenwand ins Rheintal und nach kurzem Weiterweg kamen wir zum eigentlichen Ziel, den Jungmann-Kimmes Türmen. Hier kletterten wir in dem rauhen wollsackverwitterten Fels nicht alltägliche Routen, Hand-, Faust, Schulter- und Körperrisse. Die Absicherung konnte mit mobilen Sicherungsmitteln ideal ergänzt werden. Der südliche Turm ist der KGB-Turm, benannt nach der legendären „Klettergilde Battert“. 1932 wurde hier über den Ostriss der Turm erstbegangen, durch Paul Steger, Hans Moldenhauer und Fred Gaiser, die sich hier die Grundlage für große Touren in den Alpen schafften.

 

Mit dabei waren: Mirjam, Julia, Lena, Frank, Andreas (E), Simon, Andi und Olli

Schweizerpfeiler am Großen Drusenturm (Rätikon, CH)

Am Samstag, den 27. September 2014, war es endlich soweit. Hoch Kieron bescherte uns bestes Bergwetter und wir starteten zu viert um vier Uhr in der Früh vom Parkplatz P5 auf ca. 1600 m bei St. Antönien zur Carschinahütte. Im Stirnlampenlicht erreichten wir diese gegen sechs Uhr, ließen diese rechts liegen und folgten dem Weg zum Drusentor. Wie im Topoguide beschrieben folgten wir 200 m unterhalb den Trittspuren entlang der Hänge um zum Einstieg am Großen Drusenturm zu gelangen. Die steilen Schutthänge waren in der Dämmerung müsam zu queren, gegen acht Uhr erreichten wir den Ringhaken am Einstieg des Schweizerpfeilers, einem Alpinklassiker des Rätikon. Erstbegangen wurde die große Tour mit knapp 500 Klettermetern von Max Niedermann und W. Fleischmann 1954 in zehn Stunden.

 

Nach einer genüsslichen Seillänge ging es in der zweiten gleich richtig zur Sache, eine steile Platte (7-) war zu bewältigen. Weiter ging es in abwechslungsreicher Kletterei durch Risse und Kamine, vorsichtiges Klettern war angesagt, da einige Steine lose waren. In der achten Seillänge folgte ein im Topoguide als „grausig“ beschriebener Körperris, der mit Rucksack anstrengend zu klettern war und seinem Namen alle Ehre machte – abhängen des Rucksacks wäre eine gute Idee gewesen...

 

Eine schnellere Zweierseilschaft liesen wir im Anschluss vorbeiziehen, doch trotz vorsichtigen kletterns lösten diese einen Stein aus, der Simon im Vorstieg im Körperris-Kamin am Knie traf und in das gerade gesetzte Klemmgerät warf. Aufgrund der Prellung am Knie änderten wir die Strategie und kletterten die letzten vier Seillängen in einer Seilschatsraupe – ein Vorsteiger, drei Nachsteiger. An der Hauptwand bildeten drei schwere Seillängen, eine brüchige VI-, zwei überhängende Dächer mit jeweils VI+ und eine gemütliche IV den Abschluss dieser großen alpinen Tour – den wir nach neun Stunden erreichten.

 

 

Der Fußabstieg über Drusentor und Carschinahütte zum Parkplatz dauerte auch noch seine Zeit, so waren wir recht überrascht, dass wir insgesamt doch ganze 18 Stunden unterwegs waren und damit das optimale aus einem Herbsttag herausgeholt hatten!

 

Mit dabei waren Simon, Eva, Andreas (E) und Olli