Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Am Piz Linard

Bei der Anfahrt über den Flüelapass nach Lavin goss es noch in Strömen. Doch der 3-stündige, schweißtreibende Anmarsch zur Linardhütte (2327 m) konnte im Trockenen bewältigt werden. Der erste Blickkontakt zum Zielberg, den Piz Linard (3410 m) brachte es an den Tag: viel Neuschnee.

Deshalb stiegen wir am nächsten Morgen zur Fuorcla da Glims (2802 m) auf, um über die Südwandrippe zum Ziel zu gelangen. Allerdings erschwerte der Neuschnee und vereiste Steine das Vorwärtskommen, so dass zum einen mit Steigeisen und zum anderen am Seil geklettert werden musste.  Dies hatte zur Folge, dass die Tour viel mehr Zeit in Anspruch nahm, und wir entschlossen uns, als wir auf den „Normalweg“ durch die Südwand stießen (rund 120 m unterhalb des Gipfels) zum Abstieg. Der strahlende Sonnenschein war inzwischen auch hinter Wolken verschwunden. Und auch der Abstieg hatte es in sich. Nach 12-stündiger Tour kamen wir wieder wohlbehalten an der Linardhütte an. Gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer.

Am nächsten Morgen stiegen wir wieder ins Tal und begaben uns auf die Rückfahrt. Das kurze Zeitfenster an gutem Wetter war aufgebraucht.

Allerdings wird die Tour – auch ohne Gipfel – uns in schöner Erinnerung bleiben, genauso wie die herzliche Aufnahme auf der Linardhütte.

 

7.7 km, 12:08:41

Die Drei Schwestern in greifbarer Nähe

Die Feldkircher Hütte ist der richtige Ausgangspunkt für eine Wanderung über die Drei Schwestern zum Fürstensteig bis Gaflei. Von hier führt der nördliche Zuweg auf den Gipfel und man sieht die drei Felstürme mächtig aufragen.
Das Naturfreundehaus hat seit diesem Frühjahr einen neuen Pächter, der eine freundliche Atmosphäre schafft. Alpenvereiner zahlen den ermäßigten Übernachtungspreis und einen Einführungskurs in den Vorarlberger Slang gibt es gratis.
Bei bestem Wetter war der Aufstieg für neun Freudenstädter ein leichtes und der Rest des Nachmittags gehörte den Exkursionen in Kleingruppen und meditativen Naturbetrachtungen. Für den nächsten Tag waren Gewitter, der Anzug eines Tiefdruckgebietes und Dauerregen gemeldet. Soviel Pech wollten wir nicht für möglich halten und machten uns für den nächsten Tag marschbereit.
Das Gewitter blieb aus und der Dauerregen begleitete uns unbeirrt bis zum Einstieg zum Drei Schwesternsteig. Da war die Entscheidung schnell gefällt: Von zahlreichen Alpensalamandern begleitet, stiegen wir über die Gafadurahütte nach Planken in Liechtenstein ab und lernten das gastfreundliche Haus 'Zum Hirschen' kennen. Der Regen hielt bis zum Ende aus und gewährte uns nur einmal den Blick bis zum Drei Schwesterngipfel.


Wir kommen wieder: Heidrun und Thomas, Hilde und Monika, Magret, Ida und Nicolas mit Ruth und nochmal einem Thomas.
So geschehen am 28. und 29. Juni 2014

Sommerlager Jugend 1 und UpSeilDown im Alpstein

Am Freitag um 14 Uhr fuhren wir, Julia, Jochen, Simon, Oliver, Andi (UpSeilDown) und Johanna, Luca, Max und Jens zum Alpstein in die Schweiz. Dort angekommen stiegen wir zur Hütte bei der Furgglenalp auf, die sich als ruhiger Kuhstall erwies (man hörte den Wind pfeifen und die Mäuse knabbern).



Zum Grillen entflammten wir ein Feuer, an dem wir den Tag schön ausklingen ließen. Am nächsten Morgen gab es auf der Alm ein reichhaltiges Frühstück, das wir brauchten um den Zustieg (Mörderwegli) zu bewältigen. Wir stiegen in die Tour Freiheit Südwand mit Varianten im Schwierigkeitsgrad 5a ein, die am hinter dem Roten Turm beginnt. Die Tour hatte sieben Seillängen. Oben angekommen querten wir am gleitenden Seil etwa 150 m bis zu einer Abseilstelle. Auf der anderen Seite der Schlucht installierten wir ein Fixseil, um die absturzgefährdeten Stellen für die Gruppe abzusichern.



Auf dem Gipfel des Hundsteins (2157 m) hatten wir eine schöne Aussicht, allerdings türmten sich dunkelgraue Wolken auf. Auf dem alpinen Steig stiegen wir ab zum Hotel Bollenwees, von dort an gingen wir duschend (leider ohne Shampoo) zum Kuhstall. Die Furgglenalp weihte ihren neuen Kuhstall ein. Wir gesellten uns zur jodelnden schweizer Gruppe und ließen den Abend nett ausklingen. In der Nacht stellten wir fest, dass der Kuhstall wasserdicht ist. Am nächsten Morgen gab es wieder ein vorzügliches Frühstück mit hausgemachtem Appenzeller Käse.


Danach brachen wir auf, um ein schutzwürdiges Naturdenkmal zu besichtigen. Die Furgglenhöhle war sehr eindrücklich, obwohl wir von den 400 Metern nur etwa die ersten 100 Meter erkundeten. Mit Stirnlampen ausgestattet krochen wir durch teils nur etwa 35 cm niedrige Durchschlupfe. An der Decke waren winzige Tropfsteine zu sehen und es ging vorbei an einem kleinen Wasserfall und einer großen Halle, die die HöFos als Dom angeschrieben hatten. Nach diesem netten Abstecher konnten einige von uns sich auch vorstellen, was Menschen dazu bewegt, immer wieder in große Tiefen abzusteigen und dort Neuland zu erkunden - durchaus gibt es da Parallelen zu uns Bergsteigern. Danach "schwammen" wir zum Auto. 

Abschließend kann man sagen, dass es ein schönes Wochendende mit einigen Abenteuern war.

Kingspitze Nordostwand (VI+/VII-)

Vom Parkplatz in Rosenlaui ging es am Freitag den 20. Juni entlang an der wildromantischen Rosenlauischlucht und in einer Stunde und zwanzig Minuten zur urigen Engelhornhütte des SAC. Nicht schlecht staunte ich, als sich kurz vor der Hütte die Vordersohle meines Wanderschuhs ablöste – ohne Vorankündigung. Gut dass wir Tape dabei hatten, so wurde das Problem einigermaßen behoben.

 

Wir nutzen den frühen Nachmittag, um den Einstieg an der Kingspitze zu erkunden, der laut Führer von vielen Seilschaften nicht gefunden wird. So hatten auch wir erst einmal Probleme, den richtigen Zustieg zu finden. Mit dem Hinweis, einer weit sichtbaren Riesenverschneidung und dem Einstieg in etwa einem Drittel der Wandhöhe konnten wir diesen jedoch nach einiger Zeit eindeutig zuordnen. Noch war der Himmel Wolkenverhangen, doch für den Folgetag war Kaiserwetter vorhergesagt.

 

So starteten wir nach gutem Frühstück um 7 Uhr von der Hütte und waren 7:30 am Wandfuß. Nach einer knappen Stunde erreichten wir in leichter Kletterei am gleitenden Seil die Einstiegsverschneidung. Bis hierhin war die Felsqualität nicht besonders. Ab der ersten Seillänge änderte sich das jedoch zum positiven – es folgten 11 schöne Seillängen in kompaktem Fels. Die Schlüsselstelle in der zweiten Seillänge (VII-) konnten wir frei klettern, in der elften Seillänge mussten wir uns an einer Stelle mit A0 behelfen.

Nun waren die Hauptschwierigkeiten geschafft, noch 100 bis 150 m Aufstieg und Quergang im III-IV Grad und drei Ausstiegsseillängen zwischen III und V-, dann standen wir um 16:30 auf dem Gipfel der Kingspitze.

Aus dem Führer wussten wir, dass auf uns noch ein langer und verwickelter Abstieg mit einigen Abseilstellen wartete. Es klappte gut, wir konnten den Weg ohne Verhauer finden und auch das Seil ließ sich an den Abseilstellen immer gut abziehen. Unsere Beschreibung für den Abstieg aus dem Topoguide war eine große Hilfe. Nach vierzehn Stunden erreichten wir um 21 Uhr glücklich und zufrieden die Engelhornhütte, stiegen noch bei Tageslicht ab zum Rosenlaui Parkplatz und fuhren wieder nach Hause.

Geschafft!! Wir haben unsere erste Pause Tour – im extremen Fels!

Oliver Mohrlok, Simon Bauer und Andreas Günther (E)

Grundkurs Alpinklettern

Zu einer alpinen Kletterausbildung hatten sich interessierte Felsaspiranten der Sektion Freudenstadt gemeldet. An einem Dienstag Abend, den 27. Mai, wurden im Alpintreff theoretische Grundlagen besprochen und das Sichern in der Seilschaft im trockenen geübt.

Am Samstag folgte eine praktische Ausbildung am Karlsruher Grat. Hier konnten in alpinähnlichem Gelände verschiedene Seiltechniken angewendet werden. Die Themen waren u.a. Fix- und Geländerseil, Ablassen, Abseilen, Seilweiche und Dreierseilschaft in Mehrseillängenrouten. Auch erste Übungen zum Thema Standplatzbau wurden eingebaut.



Ein geplantes Alpinkletterwochenende auf der Gruebenhütte in der Schweiz wurde durch schlechte Wetterprognose an den heimischen Battert verlagert. Hier fanden wir an der Disgrazia und an den Drei Halten ein gutes Übungsgelände für den Einsatz mobiler Sicherungsmittel, den Standplatzbau, das Abseilen im Überhang und das begehen von längeren Graten. Auch eine kurze Exkursion in die behelfsmäßige Bergrettung fand noch Platz, mit der Bergung nach unten durch Seilverlängerung.

Mit dabei waren Uwe, Juiia, Ellena, Sven, Lando, Thorsten, Joachim, Peter und Olli