Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Aktuelle Seite: Start Touren 2016

UpSeilDown im Boulderzentrum B12

Am Samstag den 17. Dezember unternahmen wir, UpSeilDown, eine Ausfahrt in die Boulderhalle B12 nach Tübingen. Wir hatten schon im Voraus erfahren, dass es im Außenbereich die Möglichkeit gab, mit Eisgeräten zu klettern und wollten das auch gerne einmal ausprobieren. Wir waren früh dran und starteten auch direkt mit „Drytoolen“ - dem Klettern mit Eisgeräten ohne Eis im „Trockenen“. Hier gab es einige Zusatzregeln, z.B. ist ein Helm Pflicht und die Eisgeräte müssen gegen Herabfallen mit Leinen oder Handschlaufen gesichert werden. Der Einsatz von Steigeisen ist verboten, jedoch ist das auch nicht notwendig, da Kletterschuhe an der künstlichen Wand viel besser geeignet sind. Wir hatten an der etwa 14 m hohen und teilweise überhängenden Wand unseren Spaß. Geschraubt waren 4 eigenständige Routen, meist mit lakierten Hölzern und teilweise mit speziellen „IceHoldz“-Griffen aus Kunststoff, die auch ein Einschlagen der Eisgeräte ermöglichen. An einem „Pilz“ im Außenbereich boulderten wir eine stark überhängende Drytoolingroute – spotten ist bei dieser Variante natürlich verboten.

Ein Teil der Gruppe testete im Indoorbereich die Kletter- und Boulderrouten, während sich die Anderen im Außenbereich bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt vergnügten.

 

Mit dabei waren: Loreen, Hemat, Vincent, Frank, Moritz und Olli

UpSeilDown im Adlerhorst

Am Freitag 2. September reisten wir zu sechst nach Arolla im Wallis, um dort drei Tage bei sommerlichen Verhältnissen in den Bergen zu genießen. Der kurzweilige Aufstieg vom Talort über 1300 Höhenmeter führte zuletzt über Schneefelder und eine Steiganlage mit Leitern zur imposant auf einem Fels trohnenden Bertolhütte, auf 3311 m, unserem Adlerhorst. Diese schöne Hütte ist etwas für echte Bergsteiger – es gibt dort fast kein Wasser, nur ein Regenfass, doch in der Küche wird dafür gezaubert – Lasagne zum Abendessen und ein reichhaltiges Frühstück, das keine Wünsche offen lässt.

Als Haupttour suchten wir uns die Besteigung der Aiguille de la Tsa 3666 m aus, dem eindrücklichen Zahn, der uns bereits vor zwei Jahren von Arolla aus ins Auge gestochen war. Zunächst führte der Weg über Gletscher unschwierig zum Wandfuss der Aiguille unter der Ostflanke. Dort beginnen die klettertechnischen Schwierigkeiten, in zwei Dreierseilschaften mit Seilweiche kletterten wir zurerst am gleitenden Seil. Die Schlüsselseillänge direkt unter dem Gipfel bildete ein wunderbarer Granitriss in bestem Fels, den wir mit Standplatzsicherung bezwangen. Durch die kürze der Tour war eine ausgiebige Gipfelrast mit Blick auf die 4000er Matterhorn, Dent d'Hérens und Dent Blanche möglich.

Statt der ursprünglich geplanten Schneewanderung auf die Tête Blanche enschieden wir uns die Zeit mit Bremsübungen im Firn, dem Aufbau eines Fixseils auf den Fels neben der Hütte und Sportklettereien zu vertreiben.

Mit dabei waren: Laura, Moritz, Frank, Sven, Lars, und Olli

Familiengruppe auf Entdeckertour im Donautal

Dieses Jahr verbrachten wir, die Familiengruppe, fünf Tage zusammen im Donautal, bei Hausen im Tal. Mit elf Erwachsenen und elf Kindern, die jüngsten eineinhalb Jahre, bezogen wir unser schönes Quartier im Ebinger Haus. Die Kinder genossen es von Anfang an, auf den Steinplatten vor dem Eingang Fußball zu spielen. Gleich wurde die nähere Umgebung erkundet, der Stuhlfels ist in fünf Minuten zu Fuß erreichbar.

Zur Zeremonie wurde die abendliche Zubereitung des Essens und die anschließende Fütterung der hungrigen Mäuler. Dank fachkundigen Kennern fand sich immer ein frisches Kräutlein, wie z.B. der Bergthymian, mit dem das Essen verfeinert wurde.

Den ersten Felskontakt hatten die Kinder am Übungsfels, einem kleinen Fels westlich neben dem Stuhlfels mit einigen Routen im dritten und vierten Schwierigkeitsgrad. Die älteren Kinder erkundeten am Nachmittag noch eine Höhle am benachbarten Dachstein.

Am Abend wurden große Pläne geschmiedet und eine Mehrseillängenroute mit drei Seilschaften geplant, für die Kinder ab fünf. Die Gotzmannkante führt über gestuftes Gelände im dritten Schwierigkeitsgrad direkt auf den Gipfel des Stuhlfels.

Am nächsten Morgen wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Minutiös geplant starteten die Seilschaften mit zeitlichem Versatz und es klappte alles wie am Schnürchen. Es war für alle ein tolles Erlebnis, der Hüttenwart staunte am nächsten Tag nicht schlecht. Am Nachmittag kühlten sich die meisten in der Donau ab, bis auf einige eifrige junge Kletterer, die noch einmal auf den Gipfel stiegen und dort ausgiebig die Aussicht genossen.

Die erwachsenen Männer schmiedeten Abends wieder emsig einen Plan, packten ihre Kletterrucksäcke und starteten kurz nach sechs Uhr am Ebinger Haus. Ein Blick zum Stuhlfels überraschte uns – mitten in der Felswand grasten zwei Gämsen. Allein deswegen hatte sich das Aufstehen gelohnt. Im Morgennebel lag Hausen vor uns, die Sonne ging auf. Wir erreichten nach kurzem Zustieg den Einstieg der Routen „Der letzte Mohikaner (5+, 6-)“ und Irisweg (4, 4) und kletterten diese Genussrouten in zwei Seilschaften. Vom Stand wurden wir mit „Hallo“-Rufen vom Ebinger Haus gegrüßt. Im Abstieg auf der Ostseite grüßten wir noch die Wildbienen im hohlen Baum und kamen gerade rechtzeitig zum Frühstück wieder zu unseren Familien.

Mit den Kinder ab drei wanderten wir nach kurzer Autofahrt zur Burg Wildenstein in Leibertingen. Ein sehr abwechslungsreicher Weg vorbei an riesigen Höhlen ließ keine Langeweile ankommen. Einige Mütter mit kleineren Kindern nahmen den direkten Weg mit dem Auto und so war für ein rustikales Picknick gesorgt. Ein längeres Verweilen auf dem Abenteuerspielplatz wurde durch einen Regenguss vereitelt, jedoch hatte Domink auch hierfür einen Plan und wir lernten im Haus der Natur in Beuron allerhand interessanten Dinge über die Natur und den Feldberg.

Es zeigte sich auch, dass es für die kleinen und großen Kinder nicht immer eines ausgefeilten Programms bedarf. Das Bouldern an der Mauer des Ebinger Hauses kam ebenso gut an, wie das leise Beobachten der Fledermäuse auf der Wiese in der lauen Abendluft.

 

Mit dabei waren: Familie Kuhn, Familie Minnich, Familie Mohrlok, Familie Giesekus, Familie Remensperger, Simon und Hemat

Hochtourensommer 2016

 

Pollux und Castor

 

Vom 28. bis 30 Juli fuhren wir zu sechst (leider mußte uns Helmut am Morgen der Abfahrt verletzungsbedingt absagen) über den Großen St. Bernhard ins Aostatal. Genauer gesagt in den kleinen Seitenarm Valle d´Ayas. Dort über Campoluc und Saint Jacques bis hoch in das kleine Weiler Blanchard (1723), wo dann auch die Fahrstraße endete. Hier begann dann unser über 5 Stunden dauernder Aufstieg mit ca. 1700 Hm, vorbei am Rif. Mezzalama (3006), zum Rif. Guide Val d´Ayas (3420), wo wir dan am Abend gegen 19 Uhr endlich ankamen.

Den ursprünglichen Plan warfen wir dann recht bald über den Haufen, da anhand des Umweges zum Breithorn der Tourentag doch recht lang werden würde, was bei diesen hohen Temperaturen ab Mittag auch Gefahren und Anstrengungen auf dem Gletscher mit sich bringt. So entschlossen wir uns, es beim Castor und Pollux sein zu lassen und am letzten Tag nur noch den weiten Weg zurück ins Tal und die Heimfahrt anzutreten.

Also starteten wir dann am Freitag in der Früh um halb 6 auf der Hütte und stiegen über den Großen di Verra Gletscher auf in Richtung Zwillingsjoch, wo wir dann kurz unterhalb, die großen Spalten und den Steilabbruch des Gletschers umgehend, Richtung Westen schwenkten um zum Einstieg auf den Südwestgrat des Pollux zu gelangen. Die ersten Höhenmeter konnten wir noch in einer mäßig steilen Firnrinne gewinnen, wonach wir dann über gestuftes Felsgelände zu den mit Fixseilen präparierten Steilstufen gelangten. Mit deren Hilfe konnten wir den steilen Felsteil leicht bezwingen und erreichten danach den bei der Madonna beginnenden Firngrat, welcher mit toller Aussicht rundherum hinauf zum Gipfel des Pollux (4091) führt. Allein konnten wir den Moment dort oben genießen, machten uns aber wegen des recht starken Windes nach kurzem Photoshooting wieder an den Abstieg.

Unten am Zwillingsjoch (bei ca. 3800) angekommen, machten wir erst einmal windgeschützt eine Vesperpause und genossen den herrlichen Tag. Der von hier so unendlich lang und anstrengend aussehende Aufstieg zum Castor (4192) erwies sich dann als halb so schlimm. Mit langsamen, aber gleichmäßigen Schritten hatten wir die Westflanke recht zügig überwunden und genossen die letzten Meter auf dem wunderschönen Firngrat bis zum Gipfel. Der Abstieg erfolgte dann ostwärts zum Felkjoch und von dort über den Gletscher hinunter zum Rif. Quintino Sella (3585). Der lange Abstieg zurück ins Val d´Ayas war am Samtag dann landschaftlich nochmals sehr eindrücklich und somit auch kurzweilig. Das Bad im Glescherbach war für manchen obligatorisch, während Andere sich lieber dem Bau von Steinmännern widmeten.

Mit den Kameraden Bernhard Gaiser, Claus Teufel, Lando Huber Denzel, Sven Springwald und Markus Schneiderhan war es auf jeden Fall wieder eine sehr schöne Sektionstour, bei welcher ich sogar die unendliche Hatscherei genießen konnte. Danke an dieser Stelle für die tolle Kameradschaft und den Spaß, welchen wir doch zusammen hatten.

                    

 

 

Über den Stüdlgrat auf den Großglockner

 

Die fälschlicherweise am Ende doch im Tourenprogramm erschienene Tour auf den Mont Blanc, wurde von mir abgesagt, denn das Ding mit der Auslegung als „Gemeinschaftstour“ ist so eine Sache. Doch dazu möchte ich mich hier nun aber nicht weiter äußern. Auf jeden Fall wollte ich den Interessierten an dieser Besteigung eine alternative Bergfahrt im privaten Rahmen anbieten. So viel das auserwählte Ziel dann auf den Großglockner, mit 3798 m Österreichs höchster Berg.

Am 11.08. fuhren wir dann zu viert nach Kals und dort auf der Mautstraße hinauf zum Lucknerhaus (1918), wo wir auf dem großen Parkplatz unsere Autos abstellten. Entlang des Baches geht es dann hinein ins Ködnitztal, vorbei an der Lucknerhütte (2241) und schließlich hinauf zur Stüdlhütte (2802). Für den Folgetag war schlechteres Wetter vorhergesagt und wir planten, um die Hütte herum eine Wanderung zu machen und eventuell den Einstieg des Stüdlgrates anzuschauen, damit wir ihn in der Dunkelheit auch finden würden. Allerdings war das Wetter dann so dermaßen schlecht, daß wir uns bis auf eine Stunde am Nachmittag den ganzen Tag in der Hütte aufhielten. War auch nicht schlecht, denn das Essen und der Kuchen sind eine extra Erwähnung wert! Allerdings rückte das Vorhaben Stüdlgrat in den Hintergrund. Es schneite, alles um uns herum war weiß und Berichte vom Gipfel erreichten uns, dass es da oben 40 cm Neuschnee „hingehauen“ hat. So war die Enttäuschung erst mal groß, denn unter diesen Umständen war uns der Stüdlgrat doch zu heikel und eigentlich nur noch der Normalweg über die Adlersruhe (Erzherzog-Johann Hütte), Kleinklockner und Glocknerscharte in unseren Köpfen. Wir hatten dann auch gemeinsam entschieden, den Gipfel auf diesem Weg anzugehen. Beim Abendessen allerdings hörten wir aus Gesprächen heraus, daß einige Seilschaften wohl doch den Stüdlgrat angehen wollten. Zwar meist mit Bergführer, aber dies reichte uns schon, um die Hoffnung auf unsere Traumtour doch zu nähren. Wir hörten lange zu, unterhielten uns mit Bergführern und schwenkten wieder um. Allerdings war unser Plan, recht spät loszugehen. Dies sollte kein Problem darstellen, da für den Folgetag bomben Wetter vorhergesagt war und somit keine Eile geboten war. Der Gedanke dahinter war ganz simpel. Einerseits wollten wir der Sonne soviel Zeit wie möglich geben, um den Schnee sacken und eventuell schmelzen zu lassen und zum Anderen natürlich, dass uns die Seilschaften mit Bergführer den Weg spuren und uns somit die Orientierung erleichtern und wir Kräfte sparen konnten. Der Plan ging auf! Von der Hütte gingen wir somit erst Viertel vor 7 los, zuerst hinauf zum Teischnitz Kees, welchen man auf ca. 3000 m betritt und dann immer entlang des Luisengrats bis zum Einstieg. Über zuerst recht schattige, tief verschneite und vereiste Wandteile ging es hinauf zum Grat, was die Strecke bis zum Frühstücksplatz (3550), wo die Schwierigkeit selten den 3. Grad übersteigt, doch schon recht anspruchsvoll machte. Wir schlossen nun auch auf die vor uns gestarteten Seilschaften auf, überholten zuerst die Eine oder Andere, doch reihten uns dann hinten ein, da wir zu unserer Überraschung sahen, daß doch einige Seilschaften bei diesen Verhältnissen unterwegs waren und das Überholen nicht wirklich Sinn machte, da man dann hinter der Nächsten hängt. So genossen wir das Aufsteigen, die tolle Aussicht und das klettern ganz entspannt, zumal wir uns mittlerweile in der Sonne bewegten und die steilen Felsabschnitte sogar schon trocken und ein Genuß zum steigen waren. Völlig entspannt erreichten wir den Gipfel bei bestem Kaiserwetter, verbrachten einige Zeit da oben und genossen den Moment. Der Abstieg erfolgte dann über den schon oben erwähnten Normalweg über´s Glocknerleitl, Adlerruhhe und den Mürztalersteig hinunter zum Gletscher. Von hier machten wir dann noch schnell einen Abstecher hinüber zur Stüdlhütte, wo wir unsere deponierten Dinge wie Schlafsack und Waschzeugs abholten und machten uns aber ohne groß zu verweilen an den weiteren Abstieg hinunter zum Auto. Hier kochten wir noch unser wohl verdientes Abendessen, tranken ein Glas Wein und biwakierten bis zum Morgen, wo sich unsere Wege dann trennen sollten. Mori und Sven fuhren nach Hause, wobei Ellena und ich uns noch auf den Weg in die Dolomiten machten, um die Große Zinne zu besteigen.

         

 

Große Zinne

 

Über unsere Besteigung der Großen Zinne über den Normalweg möchte ich Euch hier hauptsächlich ein paar Bilder zeigen, damit Ihr an der wunderschönen Landschaft der Dolomiten teilhaben könnt. Als nette Anekdote wär vielleicht noch zu erzählen, dass wir auf dem Gipfel den Kammerlander Hans trafen und wir zusammen eine Gipfelzigarette genießen konnten.

        

     

 

 

 

Alpinkletterwoche im nördlichen Mont Blanc Gebiet

Am Mittwoch, den dritten August 2016 fuhren wir zu dritt zum Genfer See und holten bei Herrn Maillard in Chardonne am Genfer See den Schlüssel für die luxuriöse Hälfte des Dorées Biwaks ab. Nach einer Stunde erreichten wir Champex, wo wir gerade noch mit dem Sessellift vor der Mittagspause nach La Breya (2194 m) fahren konnten.

Über die Orny Hütte (2826 m) und den Orny Gletscher erreichten wir über Roc des Plines (3294 m) das Dorées Biwak (2983 m) gegen 19:30 in etwas mehr als 6 Stunden. Zu unserer Überraschung waren trotz unserer Reservierung im luxuriösen Teil des Biwaks alle Betten belegt, doch dafür fanden wir im öffentlich zugänglichen Bereich noch freie Betten.

Für Donnerstag Abend war der Durchzug einer Kaltfront angesagt, daher entschieden wir uns für eine kürzere Route, die „Tajabone“ auf die Aiguille Sans Nom – Promontoires (ca. 3200 m). Wir starteten um 6:30 und brauchten trotz oder gerade wegen der etwas eigenartigen Beschreibung der beiden Deutschen im Quartier etwas mehr Zeit für die Suche des Einstiegs. Danach klappte alles prima, eine begeisternde Seillänge folgte nach der anderen, die fünf Sterne Bewertung des Topoguides konnten wir voll bestätigen. Die Schwierigkeit mit fünf mal 6+ und zwei mal 6 war äußerst homogen. Am Gipfel bot sich eine beeindruckende Aussicht auf die Gletscher und Berge der näheren und ferneren Umgebung.

 

Wir dehnten die Gipfelrast nicht unnötig aus, da noch eine lange Abseilfahrt bevorstand. Hier zeigte sich einmal mehr wie schnell das Wetter umschlagen kann, innerhalb von Minuten zogen plötzlich Wolken am blauen Himmel auf. Das Abseilen klappte gut, sieben Abseillängen in einer Stunde und wir standen wieder am Einstieg. Trocken kamen wir zurück zum Biwak, alle Anderen hatten sich für den Abstieg ins Tal entschlossen, so waren wir von nun an die einzigen Gäste in der schönen Behausung.

Das schlechte Wetter kam gegen 19 Uhr - Wind, Regen, Schnee.

Die ganze Nacht rüttelte der Sturm am Biwak. Den folgenden Tag verbrachten wir zum größten Teil in der Hütte – wir genossen die Ruhe. Der Neuschnee hielt sich in Grenzen, etwa fünf Zentimeter, doch es war kaum vorstellbar, dass bei diesen Bedingungen in den nächsten Tagen eine weitere Klettertour möglich war. Wieder überraschte uns das Wetter – am Samstag trat es ein wie angekündigt, blauer Himmel mit Sonnenschein. Wir genossen es die erste Spur in die Pulverschneehänge zu legen. Wir starteten um 7 Uhr am Biwak und standen um 9:30 am Einstieg der Route „La Moquette“ an der Aiguille d'Orny. In dieser Genusstour kletterten wir in fünf Seillängen bis 6- auf den rechten Nebenpfeiler der SW-Wand und in drei weiteren auf den Hauptgipfel 3150 m.

Der Abstieg führte zur Orny Hütte. Schon von weitem sahen wir den zugeschneiten See vor der Hütte und da wir bereits am frühen Nachmittag eintrafen, nahmen wir alle ein erfrischendes Bad im eiskalten See und wärmten uns im Anschluss an den warmen Felsen wieder auf. Auf der Hütte verbrachten wir die Nacht. Am nächsten Morgen holten wir uns am „Rocher de Souvenir“ noch ein besonderes Souvenir ab. Wir kletterten im rötlichen Granit mit perfekter Absicherung noch einmal sieben Seillängen bis 7-, stiegen zur Bergstation des Sessellifts ab und erreichten diese gerade rechtzeitig zwei Minuten vor der Mittagspause.

Eine beeindruckende Tour ging zu Ende, in einer grandiosen Landschaft, im nördlichen Mont Blanc Gebiet auf schweizer Grund.

Mit dabei waren: Lando, Roland, Olli