Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Touren

Simulatortraining

Am Sonntag, den 31. März machten wir uns auf den Weg ins Kletterzentrum Stuttgart auf der Waldau, um einen Workshop am Sturzsimulator zu machen. Diese Einrichtung ist einmalig, mit Hilfe eines 30, 50 oder 70 kg schweren Kletterdummies können verschiedene Sturzsituationen simuliert werden. Die Aufgabenstellungen sind dabei unterschiedlich, oberste Priorität ist natürlich, einen Bodensturz zu verhindern. Ab etwa der 5 Zwischensicherung steht beim Sportklettern der Aspekt des weichen Sicherns im Vordergrund, um den Sturz für Sicherer und Kletterer möglichst angenehm zu machen.

Wir starteten mit unserem Kursleiter Matthias mit dem Sichern im Toprope. Die erste Erfahrung war, dass die auftretenden Kräfte bei einem 70 kg schweren Kletterer recht überschaubar sind. Weiter ging es mit Stürzen aus der Vorstiegssituation. Als eine Thematik wurde das Thema Gewichtsunterschied zwischen Kletterer und Sicherer behandelt. Hier war die Empfehlung in der Situation schwererer Kletterer, mittels „Z-“-Clipp in der Nachbarroute die Reibung zu erhöhen.

Eine weitere Situation stellte bodennahes Stürzen dar. Hier liegt der Fokus auf einer geringen Sturzweite, die man durch aktives Zurücklaufen erreichen kann. Bei unserer etwa 7 m hohen Kletterwand in Freudenstadt sind wir solche Situationen gewohnt und dem Kursleiter fiel positiv auf, dass wir alle diese Situation gut beherrschten.

Die nächste Aufgabe bestand im weichen Sichern, falls der Sturz aus größerer Höhe erfolgt, etwa von der 6. Zwischensicherung. Unterschieden wird im körperdynamischen Sichern mit halbautomatischen Sicherungsgeräten und dem gerätedynamischen Sichern, das nur mit dynamischen Sicherungsgeräten wir dem Tube möglich ist.

Hier konnten wir die Erfahrung machen, dass ein Sturz eine gewisse Zeit dauert und in dieser die Reaktion beeinflusst werden kann. Durch Veränderung der Position beim Sturz und aktives nach obenlaufen an der Wand konnte so die Sturzstrecke vergrößert und der Aufprall weich gemacht werden.

Als Abschluss zeigte uns Matthias die Auswirkung bei übertrecktem Clippen. Hier hatten wir eine Sturzsituation aus auf der Höhe der 5. Zwischensicherung. Plötzlich gibt es eine Menge Schlappseil und der Sicherer muss über aktives Zurücklaufen möglichst viel Seil aus dem System bringen.

Jeder Kursteilnehmer konnte so individuell Erfahrungen sammeln, wertvolle Erkenntnisse für das Sichern und auch das Klettern im Vorstieg.

 

Mit dabei waren: Hubertus, Lars, Olli, Lena, Loreen, Sophia und Frank, Olli

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