Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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2010

Kletterausfahrt zum Salbit

als wir am Morgen des 12. Juni vom Schwarzwald zu einer Tour in die Schweiz aufbrechen, sind wir vor allem gespannt auf die Wetterverältnisse. Im aktuellen Bericht ist von gelegentlichen Niederschlägen und sonnigen Abschnitten die Rede.

Doch schon vor dem Vierwaldstädter See erreicht uns ein Gewitterschauer und wir suchen nach einer kurzfristigen Alternative für die geplante Klettertour am Ostgrat des Salbitschijen.

Nach kurzer Weiterfahrt auf die Südseite des Gotthardpasses, findet unser Traum von der Wetterscheide des Hauptkamms ein jähes Ende, auch hier fällt starker Regen und wir verwerfen die Ausweichsklettertour in Lavorgo schnell wieder.

Vom Göschener Tal aus fahren wir bis zum Parkplatz Ulmi (P. 1195) und steigen bei feuchtem Wetter bis zur Salbithütte (2105) auf. Als Entschädigung finden wir dort eine fast leere Hütte vor und werden persönlich vom freundlichen Hüttenwirt Hans Berger begrüßt. Am Ofen trocknen wir unsere nassen Klamotten. In der Zwischenzeit hat es aufgehört zu regenen und auf Empfehlung des Hüttenwirts steigen wir in die 4 Seillängenroute „Yes Sir“ (4c) im nahegelegenen Klettergarten ein.

Salbit HütteSalbitschijen

Schon am Einstieg beginnt es wieder zu regnen und wir werden einmal mehr richtig nass. Zu allem Überfluss füllte sich Bernhards Wanderschuh in der Zwichenzeit als Regenwassersammler halb mit Wasser – ein schwerer Fall für den Holzofen in der Hütte...

Südgrat auf den GemsplangenstockBernhard am Stand

Am nächsten Morgen ist es neblig aber trocken. Wir geben die Hoffnung den Südgrat doch noch klettern zu können trotzdem auf und entscheiden uns statt der lohnenden Wanderung über die Hängebrücke zur Voralphütte für eine Klettertour über den Hüttengrat auf den Gemsplangenstock (P. 2752), der sich östlich an den Salbitschijen anschließt. Nach Zustieg teils über Altschneefelder finden wir eine schöne und attraktive 13 Seillängentour im Schwierigkeitsgrad bis 4c vor. Nach dem gestrigen Tag kann uns der gelegentliche Regen auf der Tour nicht schrecken und wir vollenden die Klettertour.

Als kleiner Wermutstropfen setzt im Abstieg wieder stärkerer Regen ein und am Auto angekommen hilft nur noch aufgespannte Rettungsdecke ein paar halbwegs trockene Klammotten für die Heimfahrt zu finden...

Berhard Gebert, Simon Bauer, Rolf Eberhardt und Oliver Mohrlok

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