Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Aktuelle Seite: Start Touren 2014

UpSeilDown in der Kletterhalle in Offenburg

Am Samstag, dem 22. März 2014, machten wir uns bei regnerischem Wetter auf zum Sportklettern in die DAV Halle nach Offenburg. Die Woche davor war recht mild und daher hätte es fast schon mit richtigem Felsklettern geklappt, jedoch machte das Klettern an Kunstgriffen uns auch eine menge Spaß. Nachdem wir in den überhängenden Wandteilen die Routen ausgeschöpft hatten, loteten wir im Boulderbereich und anschließend an den Trainingsgeräten unsere Grenzen aus...

Mit dabei waren
Moritz, Andreas, Frank, Janine, Alexander und Oliver

Unterwegs mit den jungen Wilden

Mit meinem Versprechen an die Junioren, sie dieses Jahr bei bei einigen Touren zu begleiten um Erfahrungen in alpinem und auch durchaus anspruchsvollem Gelände zu sammeln, konnten wir diesen Winter schon zwei gemeinsame Touren durchführen.

Angefangen hatten wir schon im Januar mit der Begehung des Jubiläumsgrats von der Zugspitze zur Alpspitze am 05. und 06.01. Die Verhältnisse waren allerdings alles andere als optimal, da in diesem Winter einfach zu wenig Schnee auf dem Grat lag um darüber „rennen“ zu können und zu viel um sich sicher und leicht im Fels zu bewegen. Die meist abwärts geschichteten Platten waren somit durch die geringe Schneeauflage mit äußester Vorsicht zu begehen, wobei sich wiederum in den Flanken und Rinnen doch einiges an Triebschnee ablagerte, so dass sich hüfttiefe Spurarbeit mit konzentriertem Gehen und Klettern abwechselten. Durch diese Verhältnisse erschwerten sich somit auch die Absicherungsmöglichkeiten, so dass größtenteils ungesichert gegangen werden und die Konzentration ständig hoch gehalten werden mußte. All diese Umstände bewirkten dann am Ende, dass wir am ersten Tag sehr langsam unterwegs waren und die Etappe bis zur Biwakschachtel wegen Einbruch der Dunkelheit nicht schafften. Da es bei diesen Verhältnissen zu gefährlich gewesen wäre im Licht der Stirnlampe weiter zu gehen, biwakierten wir angeseilt auf dem Grat vor der Inneren Höllentalspitze.

                                                                                                                             

     

    

 

Am nächsten Morgen starteten wir dann ohne Frühstück und gingen bis zum Biwak um dort das Frühstück nachzuholen. Die Bedingungen waren wohl die Selben wie am Vortag, allerdings hatten wir vom Morgen an Kaiserwetter, was das Ganze doch sehr erleichterte. Zudem waren wir durch die nun öfters anzutreffenden drahtseilversicherten Stellen deutlich schneller unterwegs, so dass wir dann zwar wiederum kurz vor Einbruch der Dunkelheit aber wohlbehalten über die Nordwand-Ferrata der Alpspitze am Osterfelder Kopf ankamen. Leider verpassten wir die Letzte Bahn hinunter ins Tal, so dass uns ein langer Abstieg zu Fuß nach Garmisch bevor stand. Hier hatten wir nun richtig Glück, indem uns zwei Pistenbullyfahrer mitnahmen und wir am Ende doch nur einen Teil zu Fuß gehen mußten. Glücklich und zufrieden über das Geschaffte, aber doch hundemüde von den Strapazen traten wir dann die Rückfahrt nach Freudenstadt an.

 

Die folgende Skitour vom 28.02. bis 02.03. war dann deutlich entspannter und vor allem der Sonntag als richtiger Genuß zu bewerten.

Doch der Reihe nach: Am Freitag fuhren wir nach Galtür um durch das Jamtal auf die gleichnamige Hütte aufzusteigen. Am Samstag gingen wir dann bei nicht ganz so gutem Wetter über den Jamtalferner und die obere Ochsenscharte auf auf die Dreiländerspitze. Außer uns wagte sich an diesem Tag nur noch eine weitere Seilschaft ganz auf den Gipfel, da die doch sehr absturzgefährdeten letzten Meter auf den Gipfel nicht ganz ohne waren. Allerdings konnten wir diese Stelle mit Hilfe eines von uns angebrachten Geländerseils problemlos bewältigt werden. Die nun vom Skidepot folgende Abfahrt zurück zur Hütte war durch nicht ganz optimale Sichtverhältnisse etwas bescheiden, so dass bei dieser Tour der erreichte Gipfel wohl als Highligt galt. Ganz im Gegensatz nun der Sonntag. Die eigentlich sehr leichte Tour auf die Hintere Jamspitze wurde bei strahlend blauem Himmel durch wunderbare Schneeverhältnisse zum Traum. Durch unbefahrene Powderhänge konnten wir mit viel Freude zurück zur Hütte wedeln, bevor wir uns an die lange und zähe „Abfahrt“ zurück ins Tal machten.

    

  

       

 

Ich freu mich nun schon auf weitere Touren mit diesen ambitionierten jungen Wilden, denn es ist mir ein Anliegen, diesen jungen Leuten auch die anderen, wunderschönen Disziplinen des Bergsteigens näher zu bringen. Somit hoffe ich jetzt schon darauf, dass wir im Sommer den berühmten Biancograt in der Bernina gemeinsam begehen können.

Tourübergreifend dabei waren: Tobi, Sven, Simon, Mori und Eva.

 

Eisklettern im Avers

Geplant hatte ich am Wochenende 8. und 9. Februar eine Sektionstour zum Eisklettern im Brandnertal. Da jedoch dieses Jahr die Verhältnisse nicht gut sind, hatten wir beschlossen, die Tour zu verschieben.

Stattdessen ergab sich kurzfristig die Gelegenheit zu einer privaten Tour. Zu zweit, ohne großen Aufwand mit Übernachtung im Auto. Wir starteten Samstag früh und fuhren ins Averstal in Graubünden. Ich wusste von einer Skitour vor zwei Wochen, dass es dort Eis gab und generell gilt das Tal als „eissicher“.

Zwischen Campsut und der letzten Brücke vor Cresta kletterten wird den Brückenfall. Wir seilten direkt von der Talseite der Brücke 60 m ab, richteten einen Standplatz ein und anschließend nochmals 10 m bis zum Bach am Talgrund. Augenscheinlich gibt es im Moment für die Kerze (WI6) noch zu wenig Eis, sie ist noch nicht komplett durchgewachsen. Der Brückenfall (WI3+) bot in der ersten Seillänge (55 m ) schöne Kletterei und gute Verhältnisse, während die zweite Seillänge 25 m im oberen Teil nur etwa 5 cm Eisauflage zwischen dem Fels bot, was die Absicherung schwierig machte. Im Ausstieg mussten wir durch etwa 1,5 m hohen Schnee stapfen, um wieder auf die Straße zurück zu kommen.

Wir hatten noch genügend Zeit, so schauten wir uns andere Ziele an. Die Route Thron (WI5+), der Klassiker des Avers, sah beeindruckend aus, jedoch war diese immer noch durch Eisschlag im oberen Teil nicht kletterbar. Im Hauptsektor in Campsut steppte der Bär und wir bekamen keinen Parkplatz mehr. Die Eissäule der Route Trugschluss (WI5+) unter der ersten Brücke war gut gewachsen, jedoch entschieden wir uns, den Tag mit der linken Ausstiegsvariante des Brückenfalls (WI5) im Toprope ausklingen zu lassen. Es war eine gute Entscheidung, es gab im oberen Teil der Route viel röhriges Eis, was die Absicherung schwierig gemacht hätte.

Am Sonntag starteten wir früh in den Hauptsektor nach Campsut und kletterten den rechten Pfeiler (WI4+), etwa 55 m. Hier trafen wir Top-Verhältnisse an, die nicht einfache Kletterei im senkrechten Gelände war ein Genuss. Mit weiteren zwei Seillängen stiegen wir zum Abschluss durch die Kerze (WI4+), 65 m und genossen Sonne und blauen Himmel am Ausstieg.

Ein perfektes Wochenende, drei der vier Touren werden im Eiskletterführer Hot Ice Ost von Urs Odermatt unter den Top 50 Routen der Schweiz geführt!

 

Olli Mohrlok, Andi Finkbeiner

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