Sektion Freudenstadt e.V. des Deutschen Alpenvereins

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Frühling am Battert

Am Samstag, den 7. April unternahm die Gruppe UpSeilDown eine Kletterausfahrt zum Battert. Bei strahendem Sonnenschein war die Kletterei mit Blick auf Baden-Baden ein Genuss. Es wurden Routen auf die Villnösser Nadel, das Fotografiertürmchen, die Fermada, das Bismarck-Massiv und den Beckerturm geklettert.

Fotografiertürmchen Auf der Fermeda Bismarckverschneidung Methusalem, Bismarck-Westwand Abseilen über den Eidechsenriss

Mit dabei waren: Loreen, Lena, Manu, Sophia, Mori, Andi, E und Olli

Frühlingsauftakt am Orgelfels

Vögel zwitschern, die Sonne scheint, der Schnee taut – es ist Frühling! Kurzentschlossen verlegten wir die mit UpSeilDown geplante Ausfahrt von der Ketterhalle nach Draußen, Start in die Frei-Luft-Klettersaison. Von unserem ursprünglichen Ziel, dem Gausbacher Straßenfels, wechselten wir aufgrund der schattigen Lage zum sonnigen und hochgelegenen Orgelfelsen bei Kaltenbronn.

Das war eine gute Entscheidung, am südseitig exponierten kletterten wir in der Sonne. Es waren für alle passende Routen dabei, an der stufig-geneigten Wand übten die 3 und 5 jährigen Nachwuchskletterer, die Größeren zogen die senkrechten Risskletterlinien vor, die mit mobilen Sicherungsmitteln gut abgesichert werden konnten.

Mit dabei waren: Loreen, Lena, Alex, Miriam, Inga, Daniel, Kilian, Andy, E, Frank, Tobi und Olli

Eisfallklettern im Pitztal und an den Renkfällen

Von Samstag, den 17. Februar 2018 verbrachten wir vier Tage im Climbers Paradise in Tirol. Das Pitztal ist bekannt für eine Vielzahl von Tourenmöglichkeiten aller Schwierigkeiten. Der Samstag war mit Durchzug einer Warmfront der wärmste Tag der Woche, im Schatten zeigte das Thermometer 8° Celsius – eigentlich zu warm für Eisklettern. Wir nutzten den Tag zur Erkundung der Fälle im Tal. Am Nachmittag zogen Wolken auf und wir entschieden den sehr gut geformten etwa 100 m hohen Marchlehnfall im hinteren Pitztal auf 1850 m zu versuchen. Das Eis war im unteren Teil weich, jedoch wurde es von Meter zu Meter besser, am Ende eine sehr lohnenende Tour im Grad WI 5. Abgeseilt wurde an vorhanden Bohrhakenständen.

Am Sonntag zahlte sich die eingeholten Informationen des Vortages aus, durch den aufgezogenen Nebel war kein einziger Eisfall mehr zu sehen. Doch die Temperatur hatte sich im negativen Bereich stabilisiert. Die Pfaffenfälle im mittleren Pitztal auf 1600 m wurden zu unserem Tagesziel. Der linke Fall, mit 3 Seillängen (WI 5, WI 5, WI 5+), war sehr gut gewachsen, jedoch fehlte das Eis in der letzten Seillänge in der steilen Headwall und war nicht kletterbar. Diese Seillänge wird vermutlich auch diesen Winter nicht mehr kletterbar werden, da der Eisaufbau in der dritten Seillänge etwa 20 cm tief hinterspült und nicht verwachsen ist. Auch hier konnte bequem an vorhanden Standplätzen im Fels abgeseilt werden.

Am Montag war hervorragendes Bergwetter vorhergesagt, wir entschieden uns für einen langen Zustieg an die nahegelegenen Renkfälle.

Bei strahlendem Sonnenschein und klirrenden -9° waren wir die Einzigen an dem sehr gute ausgebildeten Eisfall. Der Zustieg war angenehm, da sich die Schneedecke gut verfestigt hatte. Im blauen Kompakteis stiegen wir in die Route „Klassischer Renkfall“ (WI 5+, 220 m) ein.

Nach der ersten Seillänge konnten wir aus drei Sanduhrschlingen die beste für einen vor Eisschlag sicheren Standplatz auswählen – unvorstellbar dass vor ein paar Tagen am Wochenende 14 Leute übereinander am Thron geklettert waren.

Im Ausstieg entschieden wir uns für den etwas nach rechts verlaufenden Zentralpfeiler, der den besten Eisaufbau aufwies, auch wenn die Kletterschwierigkeiten im 90° steilen Gelände etwas höher lagen. Die vom Nachsteiger mitgeführte Daunenjacke erwies uns gute Dienste, da am Ausstieg ein bitter kalter Wind fegte.

Angenehm war die Abseilfahrt über 180 senkrechte Meter bis zum Wandfuß. Nach etwa 12 Stunden erreichten wir durchgefroren und zufrieden wieder das Auto und freuten uns über die Schneeketten, da auf der steilen Zufahrt teilweise eine geschlossenen Eisdecke ist.

Am Dienstag war Abreisetag, wir fanden nach intensiver Suche den vor Sonne und Lawinen sicheren Eggenstallfall (WI 4+, 40 m) auf 1400 m im Pitztal, mit kurzem Zustieg von 20 Minuten eine ideale Tour für den Vormittag. Die Kletterei war lohnend und glücklich über das erlebte fuhren wir am Mittag wieder nach Hause.

Mit dabei waren Mori und Olli

Upseildown auf Winterausfahrt im Meiental

Hydrophobia im Brunnital

Am Mittwoch den 7. Februar bezogen wir unser Quartier im urgemütlichen Gabrielenhaus im verträumten Weiler Färnigen, auf 1455 m an der Straße zum Sustenpass, die im Winter für den Verkehr gesperrt ist. In Wassen im Tal auf 930 m ohne Schnee veränderte sich die Situation gravierend nach Färnigen, wo etwa 1,50 m Schnee lagen. Riesige Nassschneeawinen waren dort an den Hängen abgegangen und hatten die Straße gute 5 m verschüttet – gut dass sich jetzt die Lawinenlage auf Stufe 1 und 2 stabilisiert hatte.

Wohnzimmer im Gabrielenhaus

Für unsere Leidenschaft das Eisfallklettern an gefrorenen Wasserfällen wurden unsere Erwartungen jedoch zunächst nicht erfüllt, sowohl in Schöllenen, als auch im Meiental fanden wir nur dünnes Eis. Der Föhn hatte hier ganze Arbeit geleistet, trotz der winterlichen Temperaturen. Wir sahen uns im nahegelegenen Brunnital um, einem Top-Gebiet mit bekannten Klassikern und klingenden Namen, Hydrophobia, Flohzirkus, Bluebalu, Gefrorene Träne, Verschneidung, Cold Carpet und den Lisslerenfälle – doch allesamt waren in einem nicht kletterbaren Zustand.

Etwas enttäuscht machten wir uns am Abend an die Tourenplanung. Eine Skitour zur spektakulären Route „Flät durchs Loch“ verwarfen wir kurzfristig aufgrund der zweifelhaften Wettervorhersage und entschieden uns für eine Fahrt ins Averstal, da dort gute Verhältnisse zu erwarten waren. In Ausserferrera war die Route Diedrolux bereits belegt, ebenso der Brückenfall, doch im Hauptsektor in Campsut waren wir die Ersten. Im herrlichen Kompakteis konnten wir uns die schönsten Routen aussuchen, die wir im rechten Pfeiler WI 4+ und links in der Kerze WI 4+ genießen konnten.

Erste Seillänge in der Kerze in Campsut

Glücklich und müde freuten wir uns auf unser Schweizer Chalêt in Färnigen. Für Freitag planten wir nun mit einer kurzen Anfahrt eine Skitour im Lidernengebiet auf den Rossstock WS-, mit einer schönen Gipfelaussicht und einer nicht allzuschweren Abfahrt genau das Richtige für einige nicht allzu geübte Skifahrer. Den letzten Teil des Gipfelanstiegs legten wir im bis zu 40 ° steilen Gelände zu Fuß zurück und schrieben uns ins Gipfelbuch auf 2461 m ein, mit strahlend sonniger Aussicht die winterliche Bergwelt, gleich nebenan der mächtige Chaiserstock.

Am Gipfelaufschwung des Rossstocks

In Färnigen trafen wir genau zur gleichen Zeit ein wie Bianca und Fenja, Franks Familie, die wir gleich herzlich begrüßten. Gleich wurde der Tischkicker ausprobiert und ein leckeres Abendessen zubereitet. Wir hatten oberhalb des Weilers einen markanten Eisfall im Amphiteater entdeckt, dieser wurde für Samstag unser Ziel. Mühsam war der Aufstieg, zwei Stunden über hartgefrorene Lawinenfelder der abgegangenen Nasschneelawinen, doch der Aufwand lohnte sich. Wir fanden eine schöne Kletterei im geneigten Gelände von etwa 100 m Länge, unten Softeis, oben steiles Kompakteis, WI 4-. Viel zu schnell ging sie vorbei, die Zeit im Meiental!

 Dennis im Großen Fall im Amphitheater im Meiental

Mit dabei waren: Dennis, Frank, Fenja, Bianca, Moritz und Olli

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